Ferien & Reisen

USA Reiseinformationen

Sample ImageTipps und Tricks für die Reise in die USA.


Automiete
Amerika ist das Land der Autofahrer (Stand 2008, bei umgerechnet 1.10 SFr/Liter Benzin). Das Angebot an Öffentlichem Verkehrist meist nur in Städten genügend vorhanden, daher empfiehlt es sich, ein Auto zumieten. Bekannte Vermieter sind Alamo, Avis, Budget, Hertz, National. Der Wettbewerb ist gross und die Preisdifferenzen zwischen den Vermietgesellschaften eher klein. Es gibt in Amerika auch die Möglichkeit, ein Wohnmobil (sog. RV, Recreational Vehicle) zu mieten. Die Mietpreise eines Campers übersteigen jedoch die Kosten eines normalen Autos - man erspart sich aber die Kosten für ein Motel/Hotel. Wer einen längeren Aufenthalt plant, dem empfiehlt sich oftmals den Kauf eines occasion Autos. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, einSchrottauto zu mieten ("Rent a Wreck", http://www.rent-a-wreck.com/). Das ist zwar günstig, oft aber mit Überraschungen verbunden.
Die Automiete sollte man unbedingt im Heimatland und vor dem Antritt der Reise erledigen. Vor Ort besteht eine gute Chance, dass man gewaltig über's Ohr gehauen wird. Ganz generell kann man sagen, dass sich die Vermietgesellschaften mit ihrer Schlitzohrigkeit ständig gegenseitig überbieten.

Automiete / Taxes, Surcharges and Fees
Die Grundmiete eines Fahrzeugs ist oft günstig. Was den Preis in die Höhe treibt sind die vielen Abgaben, welche zum Grundpreis hinzugefügt werden: Airport Shuttle Transportation, Gebäudeunterhalts- und -mietkosten, Fahrzeugszulassungsabgaben, Pre-Paid Karten für kostenpflichtige Strassen, Umweltsteuern,.... die Liste ist schier unendlich. Nicht dass Kosten ein Problem wären. Oftmals hört man aber, dass im Nachhinein Belastungen auf der persönlichen Kreditkarte festzustellen waren. Deshalb empfiehlt es sich, den Mietvertrag genau und von A bis Z durchzulesen, bevor man eine Signatur abgibt. (Die Angestellten versuchen einem dabei unter Druck zu setzen... soviel zum Thema Schlitzohrigkeit, wie oben erwähnt).
Als mühsam wird auch das ständige Anbieten von Optionen (GPS, Kindersitz, Veloständer, Dachträger,...) direkt bei der Annahme des Fahrzeugs empfunden. Die Angestellten der Vermietgestellschaft versuchen einem die Optionen schmackhaft zu verkaufen, sodass man nur noch mit dem Kopf nicken muss - und schon sind wieder $100 weg. Auch die Frage "ob man nicht ein grösseres Auto möchte" kann man dankend ablehnen. Oft gibt es ohnehin ein grösseres Auto, als man ursprünglich bestellt hat. Dies jedoch ohne Upgrade Kosten - Vertrag ist Vertrag, auch in Amerika ist das so.

Automiete / Junglenker
Eine Fahrzeugmiete ist in Amerika oft erst mit dem Erreichen des 21. Lebensjahrs möglich. Junglenker zwischen 21 und 25 Jahren müssen mit teilweise happigen Zuschlägen rechnen.

Automiete / Tanken
Ja selbst über das Tanken kann man Worte verlieren. In Amerika gibt es Bleifrei ("Unleaded Fuel") mit den Oktanwerten 87, 89 und 91. (Vergleich mit Europa: Wir kennen Bleifrei 95, 98 und 100). Bei "normalen" Mietautos genügt Bleifrei 87 vollkommen. Die höheren Oktanwerte sollen höhere Motorenleistungen mit sich bringen, was aber nur dann der Fall ist, wenn die Motoren stärker verdichten. Es bringt also erst dann (wenn überhaupt) etwas, wenn der Hersteller des Fahrzeugs deklariert, dass höhere Oktanzahlen einen Leistungsgewinn bringen. Ende des Exkurses...
Diesel ist noch lange nicht so verbreitet wie bleifreies Benzin. An kleinen Tankstellen wird oft kein Diesel verkauft. Mietautos sind aber meistens keine Dieselautos. Das Tanken verläuft wie folgt:
- Kreditkarte oder Bargeld im Tankstellenshop abgeben und dem Personal mitteilen, für wie viele Dollar getankt werden soll - bzw. ob vollgetankt werden will.
- Tankstutzen aus der Zapfsäule heben, Leaver nach oben werfen, tanken,...
- Kreditkarte im Shop holen und Autogramm abgeben. Fertig.
Tönt einfach, ist es aber beim ersten Mal (und ohne Insider Info) sicher nicht.

Automiete / Versicherung
Bei der Automiete ist es extrem wichtig, dass eine gute Versicherung abgeschlossen wird. Hier sollte keinsfalls Geld gespart werden! (Ich höre schon die Stimmen, die sagen: "Typisch Schweizer. Alles muss doppelt versichert sein". Tatsächlich ist es aber so, dass es in Amerika nach Verkehrsunfallen oft Rechtsstreite gibt. Das kann man sich als Tourist nun wirklich sparen).
Folgende Versicherungspakete sind empfehlenswert:
- Third Party Liability (Haftpflichtversicherung für Schäden gegenüber anderen Fahrzeugen. Diese Versicherung ist in Amerika obligatorisch)
- Collision Damage Waiver (Vollkaskoversicherung für Schäden am eigenen Fahrzeug)
- Zero Deductible Coverage (Null-Selbstbehalt für vollkasko-versicherte Fahrzeuge)
-Personal Accident Insurance (Personenversicherung für Mitfahrer und andere Verkehrsteilnehmer)

Je nach Vermieter heissen die Versicherungspakete unterschiedlich. Es gibt aber oft "All Inclusive" Pakete, welche sehr viele Extraversicherungen enthalten.

Automiete / Zweitlenker
Möchten sich zwei Reisende das Lenkrad teilen, entstehen oftzusätzliche Kosten. In seltenen Fällen (z.B. bei "All Inclusive" Angeboten) sind zusätzliche Lenker kostenlos. Es gilt abzuklären, wie viele Fahrer im offerierten Preis inklusive sind.


Ärztliche Versorgung
Die medizinische Versorgung in den USA ist ausgezeichnet. Ausländische Besucher werden jedoch als Privatpatienten behandelt, d. h. ärztliche Leistungen müssen sofort bar oder mit Kreditkarte bezahlt werden. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, die persönliche Krankenversicherung anzufragen, ob Krankheit/Unfall im Ausland abgedeckt wird. Andernfalls ist eine Reiseversicherung unumgänglich.


Einreise
Bürger aus Mitgliedsstaaten der EU und der Schweiz benötigen zur Einreise einen mindestens für die Dauer der Reise gültigen maschinenlesbaren Reisepass. Kinderreisepässe werden zur visumfreien Einreise nur dann anerkannt, wenn sie ein Foto enthalten, vor dem26.10.2006 ausgestellt sind und ab diesem Datum nicht verlängert wurden. Ansonsten sollte man rechtzeitig vor der Reise einen regulären (bordeauxroten) Reisepass für ein Kind beantragen. Schweizer, die mit einem vorläufigen Reisepass in die USA einreisen wollen, benötigen zusätzlich ein Visum. Ab Oktober 2006 müssen neu ausgestellte Pässe zudem biometrische Daten in Chipform (sog. E-passport) enthalten. Seit Anfang 2009 gibt es ein neues elektronisches System der Einreisegenehmigung (ESTA, "Electronic System for Travel Authorization"). Die gebührenfreie Einreiseerlaubnis ist unter https://esta.cbp.dhs.gov erhältlich, zwei Jahre für beliebig viele Reisen in die USA gültig und spätestens 72h vor der Einreise anzufordern. Zudem sind alle Fluggesellschaften dazu verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste auf Flügen in die USA zu registrieren und vor Abflug an die US-Behörden zu übermitteln. Um die Abfertigung zu erleichtern, ist es möglich, unter http://www.drv.de ein Formular abzurufen, das beim Check-in ausgefüllt abgegeben werden sollte. Gefragt wird hier vor allem nach der ersten Adresse in den USA. Bei der Einreise wird seit Ende 2004 von jedem Reisenden ein digitaler Fingerabdruck sowie ein Portraitfoto angefertigt. Wer länger als 90 Tage in den USA bleiben will, muss bei der zuständigen Botschaft oder dem Konsulat im Heimatland ein Visum beantragen. Alle Antragsteller müssen ein ausgefülltes und unterschriebenes elektronisches Visaantragsformular (EVAF) DS-156 einreichen. Es ist in deutscher und englischer Sprache unter http://evisaforms.state.gov/ verfügbar. Im August 2006 wurden die Sicherheitsbestimmungen bei Flugreisen in die USA verschärft, so sind z. B. Flüssigkeiten im Handgepäck verboten. Informationen gibts direktbei derFluggesellschaft bzw. beim Flughafenbetreiber. Bei Problemen mit der Einreise in die USA, können Reisende sich seit Februar 2007 an das Department of Homeland Security wenden. Hier gibt es das sog. Traveler Redress Inquiry Program (DHS TRIP) unter http://www.dhs.gov. Weitere Informationen unter http://bern.usembassy.gov/i-94_departure_card.htmlbzw.
http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/travad/hidden/hidde2/unites.html


Elektrizität
Die Netzspannung in den Vereinigten Staaten beträgt 110 Volt (AC). Um elektrische Geräte benutzen zu können, benötigt man einen Adapter, den der Fachhandel im Heimatland vorrätig hat. Die meisten(!)Gerätereagieren automatisch auf unterschiedliche Spannungen (110/220V). Ältere Geräte müssen manuell umgeschalten werden (siehe Schalter am Netzgerät). Eine falsche Eingangsspannung kann das Gerät irreparabel zerstören!
Es ist vorgängig zu überprüfen, ob der Reiseadapter mit den anzuschliessenden Geräten funktioniert. Europäische Geräte haben sehr oft eine separate Erdungsleitung, welche auf Reiseadaptern meist nicht vorgesehen ist.


Feiertage

1. Januar New Year's Day
3. Montag im Januar Martin Luther King Day
3. Montag im Februar Washingto’s Birthday/Presidents Day
letzter Montag im Mai Memorial Day (Heldengedenktag)
4. Juli Independence Day (Tag der Unabhängigkeit)
1. Montag im September Labor Day (Tag der Arbeit)
2. Montag im Oktober Columbus Day
11. November Veteran's Day (Soldatengedenktag)
4. Donnerstagim November Thanksgiving Day (Erntedankfest)
25. Dezember Christmas Day


Geld und Devisen
Die US-amerikanische Währung ist der Dollar (Währungssymbol: $), der in 100 Cents (c) unterteilt ist. Gängige Kreditkarten (Visa, MasterCard,...) werden als Zahlungsmittel nahezu überall akzeptiert, während ausländische Debitkarten eher selten akzeptiert werden. Bei Bargeldbezug an Geldautomaten ist die Eingabe des PIN Codes der Kreditkarte erforderlich. Dabeikönnen hoheTransaktionsgebühren anfallen (Tipp: Abklärung der Tarife mit Kreditkartenanbieter).
Es gibt sehr viele verschiedene Münzen mit sehr niedrigen Werten. Um den Geldbeutel nicht zum Überschwappen zu bringen, empfiehlt es sich, diesen von Zeit zu Zeit mal wieder zu leeren. An diesem Kleingeld erfreuen sich höchsten Strassenpenner. Im Flugzeug werden diese kleinen Münzen jeweils für gute Zwecke gesammelt.

Notruf
Die Notrufnummer für Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei lautet landesweit 911. Auch der Operator,erreichbar unter Tel. 0, hilft in Notfällen.


Öffnungszeiten
In den USA gibt es kein Ladenschlussgesetz und somit können Geschäfte ihre Öffnungszeiten selbst festlegen. Kleinere Geschäfte haben meist Mo-Sa 9.30 17 Uhr, Supermärkte oft 24 Stunden täglich undShopping Malls auch sonntags geöffnet. Banken sind für den Kundenverkehr meist Mo-Fr 9-15 und zusätzlich an einem Wochentag bis 18 Uhr geöffnet, die Post besetzt ihre Schalter M-Fr 8-18, Sa 812 Uhr. In den Großstädten sind die Hauptpostämter 24 Stunden lang geöffnet. Museen haben zu den unterschiedlichsten Zeiten geöffnet, oft sind sie montags geschlossen.


Schulferien
Grundsätzlich hängt die Ferienzeit vom Schuldistrikt ab. Deshalb ist es schwierig eine generelle Aussage zu machen. Trotzdem der Versuch:
Frühlingsferien: Ungefähr von 10. bis 31. März des laufenden Jahres
Sommerferien: Juni, Juli und August; Schulbeginn zwischen Ende August und Anfang September.
Weihnachtsferien: Beginnen einige Tage vor Weihnachten


Styrofoam Box
Es hat sich schon mehrfach ausgezahlt, eine Kühlbox aus Styropor zu kaufen. Die Box kostet je nach Grösse zwischen $3 und $10. In Amerika gibt es praktisch in jedem Hotel kostenlos Eis, welches zum Kühlen von Getränken in Kühlboxen verwendet werden kann. Im Supermarkt oder an Kiosken gibt es das Eis in tiefgekühlten Säcken für wenige Dollar. Auf eine Kühlbox sollte man insbesondere bei langen Fahrten durch heisse Gegenden (z.B. Death Valley) keinesfalls verzichten. Denn wer erfrischt sich schon gerne mit einer 30°C warmen Cola? Eine gefüllte Kühlbox (~2kg Eis) reicht erfahrungsgemäss einen ganzen Tag.


Verkehr und Transport
In Amerika fährt man zwar auf Strassen/Autobahnen nicht allzuschnell (max. 70 mph auf Highways), dafür gibts meistens zwischen 2 und 7 Verkehrsspuren, welche in dieselbe Richtung führen. Ein Navigationsgerät ist zwar mit einer guten Autokarte (+Beifahrer) nicht nötig, jedoch trotzdem empfehlenswert. In Grossstädten kann es zu Stosszeiten zu Verkehrsstaus führen.
Siehe auch "Verkehr und Transport".

Rechtsabbiegen Das Rechtsabbiegen bei Rot ist in Amerika prinzipiell erlaubt. Ausnahmen werden mit "Do not turn on red" signalisiert.
Linksabbiegen Das Linksabbiegen auf vielbefahrenen Kreuzungen ohne Ampel ist oftmals sehr mühsam und stressig: Man versucht hier zwischen den Rot-Grün Sequenzen des anderen Verkehrs abzubiegen - auch wenn dies nicht immer einfach ist.
Lichtsignale Lichtsignale befinden sich jeweils auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Dies verlangt vom Fahrer mehr Voraussicht.
Oranges Ampellicht Würde theoretisch dasselbe bedeuten, wie hier in der Schweiz. In Amerika rate ich jedoch davon ab, abrupt zu bremsen. In der Regel wird beim orangen Ampellicht beschleunigt.
Überholen Ist links und rechts erlaubt.
Geschwindigkeit Wird in "miles per hour", kurz mph angegeben. Höchstgeschwindigkeit auf Highways ist 70mph.

 

Bei einer Rundreise sollte man sich bereits bei der Buchung des Transatlantikfluges über die Möglichkeit informieren, einen Stop-Over einzulegen bzw. seinen Heimflug von einem anderen Flughafen innerhalb der USA anzutreten. Dies ist oft billiger als das Buchen von Inlandsflügen vor Ort.
Für das Zurücklegen von größeren Strecken stehen Reisenden ebenso die Dienste der halbstaatlichen Eisenbahngesellschaft AMTRAK (http://www.amtrak.com) zur Verfügung. Hier empfiehlt sich für Vielfahrer der nur außerhalb der USA erhältliche USA Railpass für eine bestimmte Reisedauer. In den AMTRAK Zügen besteht Reservierungspflicht. Das meistbenutzte öffentliche Verkehrsmittel in den USA ist der B-ambekanntesten ist das Unternehmen Greyhound (http://www.greyhound.com) Sein Streckennetz ist dichter als das der Bahn. Auch gibt es für Reisende einen nur im Ausland erhältlichen Vielfahrerpass (Ameripass). Am flexibelsten ist man, wenn man sich ein Auto oder gar einen Camper mietet und das Land auf eigene Faust erkundet.


Wetter
Es ist gefährlich hier eine pauschale Aussage zu machen. In jedem Motel/Hotel gibts TV mit diverse Wetterkanälen, welche ausschliesslich über die Wettersituation berichten. Dort ist auch zu erfahren, ob und wo Unwetter (Thunderstorms, Tornados, Überschwemmungen) erwartet werden. Die Wetterberichte sind deshalb so ausführlich und kontinuierlich, weil sich das Wetter in Amerika (besonder in den tropischen Regionen) sehr schnell wenden kann.


Zeit
Das zusammenhängende Staatsgebiet der USA erstreckt sich über 4 Zeitzonen:
- Eastern Standard Time (New York, Miami) MEZ -6 Std.
- Central Time (Chicago, New Orleans, Dallas) MEZ-7 Std.
- Mountain Time (Denver, Salt Lake City) MEZ-8 Std.
- Pacific Time (Las Vegas, Los Angeles, Seattle) MEZ-9 Std.

Dazu kommen noch Alaska (MEZ -10 Std.) und Hawaii, MEZ 11 Std. bzw. -12 Std., da Hawaii nicht auf Sommerzeit umstellt.