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09.07.2009

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Airport Transportation mit Mättu. Danke an dieser Stelle! Nach unkomplizierter Abfertigung am Flughafen Zürich-Kloten (ZRH) konnte die Boeing 767 den Flug nach New York (JFK) mit einigen wenigen Minuten Verspätung antreten. Der Flug dauerte erwartungsgemäss sehr lange. Die Unterhaltung im Flugzeug entgegen den Erwartungen sehr schlecht (Harry Potter und andere Kinderfilme...). Wie immer auf dieser Strecke wurde ein Mittagessen und ein Snack sowie diverse Getränke serviert. Soweit so gut. Alles locker vom Hocker. Bis dann nach der Landung auf dem J.F.K. International Airport die Immigration an der US Grenze auf dem Programm stand: So fix wie die Immigration auf dem Reiseprogramm eines USA Besuchers steht, so fix standen meine Füsse an ein und demselben Fleck vor der US Immigration. Grund dafür war eine Computerpanne im maschinellen Passport-Lesesystem. Die Angestellten des Grenzübergangs schien dies jedoch nicht zu beeindrucken. Auch dann nicht, wenn nach 30 Minuten bereits einige vollbesetzte Flugzeuge strandeten. Einige hundert Passagiere warteten folglich verärgert auf die Immigration. Mit drücken und drängeln gelang es mir an einem von zwei funktionierenden Grenzübergängen einzureisen. Die Meldung "This is the final call for flight AA2014 with service to Miami" konnte mich nicht wirklich beruhigen. Nach einer Hetzjagd durch die US Customs, den Baggage Claim und die erneuten Security Checks traf ich schliesslich genau um 14:30 am Gate ein. Too little too late. (Bording Time war zwischen 14:00 und 14:30). Das Gate war bereits geschlossen. Freundlicherweise setzte mich eine Agentin von AmericanAirlines auf die Standby Liste des nächsten Flugs nach Miami (AA613 mit geplantem Bording um 18:13 Uhr). Die Zeit schien nicht voran zu schreiten. Die "Secure Area" bot nicht viel Unterhaltungsmöglichkeiten. In Shoppinglaune fällt man beim monotonen Angebot einer Duty Free Zone auch nicht. Als das Warten bald zu einem Ende kam, wurde auf der Abflugliste die Bording Time von Flug AA613 auf 21:13 verschoben. (Grund: Ein Flug von Madrid nach New York wurde gestrichen. Folglich fehlte in New York ein Flugzeug, welches den AA613 hätte ausführen müssen). Um 21:00 Uhr teilte die Bord Crew erneut eine Verspätungsmeldung mit: Das Flugzeug, welches nun für AA613 bereit stehe, müsse noch gereinigt werden. Dabei gäbe es jedoch ein kleines Problem: Die Reinigungsfirma von AA hätte zurzeit kein Personal mehr vor Ort. Um 21:30 Uhr konnten wir den Flug tatsächlich antreten. Einwenig speziell waren die Ansagen und Informationen im Flugzeug: "Welcome aboard to American Airlines 613 with service to Madrid". Madrid? Ich wollte doch nach Miami und nicht Madrid. Schien sich um einen Einstellungsfehler im Infosystem zu handeln. Zu hoffen blieb nur, dass meine Vermutung auch wirklich wahr war.
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10.07.2009


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Umwerfend genial war dafür die Nachtlandung über der beleuchteten Metropole Miami: Nach 3h 28min Flugzeit landete AA613 um 01:00 Uhr sicher auf dem Miami International Airport. Der Flug war sehr kurzweilig: Ausser Start und Landung habe ich nichts erlebt. Die Müdigkeit hat mich eingeholt... Jetzt standen noch drei einfache Punkte auf dem Programm: 1. Gepäck beim Baggage Claim abholen, 2. Mietauto bei Alamo abholen, 3. Hotel in Miami Beach auffinden. Nach bald 24h Reisezeit sind selbst solch' einfache Aufgaben nur noch sehr schwer zu erledigen. Als dann von Seiten Baggage Service auf dem Miami Airport noch die Meldung kam, es sei kein Betriebspersonal für die Gepäckherausgabe mehr anwesend, war der Goodwill aber vollständig aufgebraucht. Um 02:30 Uhr kamen den die Gepäckstücke auf dem Fliessband.... und mit ihnen die Erleichterung mancher Passagiere. Dank meinem TomTom Navigationssystem (und den von Reto Vogel ausgeliehenen USA Maps) waren dann auch Punkt 2 und 3 nicht mehr unüberwindbare Aufgaben. Im Hotel "Days Inn Oceanfront, 7450 Ocean Terrace, Miami Beach" kam ich schliesslich um 04:00 Uhr - nach über 24h Reisezeit - zum wohlverdienten Schlaf. Morgens gab's dann den legendären Starbucks Coffee - natürlich am Strand von Miami Beach. Grosse Pläne standen heute nicht auf dem Programm. Die Reisemüdigkeit steckte noch zu tief in den Knochen. So begann der Road Trip in den Nordosten Floridas. Über die Interstate 95 wurden heute die Städte Palm Beach, Melbourne und Satellite Beach angesteuert (ca. 300km). Das Hotel war wiederum ein Days Inn. Zum Abschluss des Tages gab Mutter Natur ein Schauspiel zum Besten: Ein tropischer Gewittersturm (sog. "Thunderstorm") fegte über Satellite Beach. Ein Hotelgast liess mich wissen, dass man sich an solche Regengüsse gewöhnen müsse. Diese seien in Florida während der Regenperiode (Juni bis November) an der Tagesordnung. Nach ca. einer Stunde war der Spuck vorbei und die Strassen waren wieder fahrbar.
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| 11.07.2009



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It's July 11 - it's my Birthday today! Danke an dieser Stelle für alle Glückwünsche, welche mich hier in Florida erreicht haben. Morgens früh machte ich mich auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit für den heutigen Abend. Meine Erwartungen wurden bereits nach wenigen Hotel/Motel bestätigt: Da am heutigen Tag der Start des Space Shuttle's "Endeavour" geplant war, pilgerten viele Amerikaner in die Städte rund um Cape Canaveral (Satellite Beach, Cocoa Beach, Titusville) um dem spektakulären Ereignis beizuwohnen. Wer die Preisstrategie von Übernachtungsstätten in Amerika kennt, weiss, dass die Preise am Wochenende und an besonderen Events besonders hoch sind. Das war auch an diesem Samstag der Fall. Ein einziges Motel konnte mir überhaupt ein freies Zimmer anbieten. Den Preis von rund $180 (exkl. Tax) war ich nicht bereit zu bezahlen. So kaufte ich mir für lächerliche $10 eine Luftmatratze um die Übernachtung im Auto einwenig bequemer zu gestalten... Doch soweit war es noch lange nicht. Auf der vergeblichen Suche nach einem Motel traf ich zufälligerweise an einen legendären Surf Shop, den "Ron Jon Surf Shop" (4151 N. Atlantic Avenue, 32931 Cocoa Beach). Ein Surf Emporium der Superlative! Zwei Stockwerke gefüllt mit Surf Material, Accessoires und Bekleidung. Der Schuppen hat rund um die Uhr geöffnet - und das faszinierende dabei: Rund um die Uhr sind Menschen im Laden, die ihre Einkäufe tätigen. Eine Art "Las Vegas für Surfer"! Später am Abend genoss ich die zahlreichen Unterhaltungsangebote am Cocoa Beach Pier. Schliesslich durfte auch das eine oder andere Geburstags-Budweiser nicht fehlen. Yeppa! Mehr Erholung gibt's nur im Jenseits! Leider hat die NASA den Start des Space Shuttle's Endeavour von heute, 19:39 Uhr auf morgen, 19:13 Uhr verschoben. Die Enttäuschung war manchem Amerikaner ins Gesicht geschrieben. Erst da wurde mir klar, welche nationale Bedeutung dieser Event hatte. Ein Mann aus Kalifornien klagte, er sei nur des Shuttle Starts wegen nach Florida gereist. "Ausser Spesen nichts gewesen" dürfte aber auch er nicht behaupten können. Die Übernachtung war echt übel: Mein Auto war trotz Luftmatratze nicht geeignet zum Übernachten. Dazu kam noch der Schreck, als mich ein Navy Soldat mitten in der Nacht weckte und mir mitteilte, dass ich mein Auto auf einem State Beach Parkplatz stehen hätte. Das sei verboten. State Beaches seien in der Nacht geschlossen und dasselbe gelte für die dazugehörigen Parkplätze. So machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Abstellplatz.
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12.07.2009


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Morgens um 06:00 Uhr war die Ruhe vorbei. Der Tag brach an. So legte ich mich an den Strand und konnte einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Atlantik beobachten. Nach einigen Stunden an der noch schwachen Sonnenstrahlung besorgte ich mir wieder ein festes Dach für die kommenden zwei Nächte. Das war nun so einfach wie selten zuvor. Viele Amerikaner machten sich nach dem verpatzten Start von Endeavour bereits wieder auf den Heimweg. Der Space Shuttle Enthusiasmus der Amerikaner ist nur ganz leicht auf mich übergeschwappt. (Keine Angst, ein Space Souvenir hab' ich mir nicht gekauft). Doch sehr spannend sind die Fact's dieser Raumfähre eben schon. Central Florida News 13 (CFNews13) hat einige gute Reportagen ausgestrahlt. Die gewaltigsten Eckdaten sind erwährenswert: - Startgewicht: 2'046'000 kg - Startschub: 30'160'000 N - Tankinhalt: 2'000'000 Liter flüssiger Sauerstoff und Wasserstoff - Orbitalgeschwindigkeit: 7'700 m/s (= 27'720 km/h) Wer bei diesen technischen Angaben nicht enthusiastisch wird, hat im Physikunterricht nicht aufgepasst! Auf die Frage, warum die NASA ihre Space Shuttles nicht einfach während Schönwetterphasen starten lässt, bekam ich von einem Insider eine fundierte Antwort: Scheinbar muss die Raumfähre in einem ganz bestimmten Zeitfenster losfliegen, sodass sie ohne Umwege an der International Space Station (ISS) andocken kann. Klever! Beim Check-In im Motel 6 in Cocoa Beach traf ich einen Typen, welchen ich bereits zweimal vorher beim Checkin an einem Hotel angetroffen habe. Nach einer kurzen Unterhaltung entschieden wir uns, nach dem Space Shuttle Launch von heute Abend ein Bier zu heben. Auch nach der erneuten Absage des Starts liessen wir uns das Bier nicht stehlen. Ein unterhaltsamer Abend am Cocoa Beach Pier ging langsam zu Ende. Halt! Da fehlt noch was: Thunderstorms! Beim Heimlaufen wurde ich prompt von einem Tropengewitter verregnet. So schlimm war das aber nicht. Der Regen hat eine angenehm warme Temperatur... fehlte nur noch, dass gleich auch noch Shampoo vom Himmel fiel!
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13.07.2009


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Ausschlafen war angesagt. Danach gab's wieder mal Breakfast bei Starbucks. Eigentlich war für heute keine grosse Programmansage geplant. Trotzdem entschied ich mich am Mittag spontan nach Orlando zu fahren um dort die Universal Studios zu besuchen. Die Fahrt zu den Universal Studios war dank der POI-Suchfunktion von TomTom sehr einfach. Einwenig überrascht war ich über die vielen Toll Stations (Zahlstationen auf kostenpflichtigen Autobahnen, sog. Turnpikes) auf dem Weg von Cocoa Beach nach Orlando. So lädt man für Hin- und Rückweg ohne weiteres $8 Gebühren ab. Für eine Strecke von gerade mal 70km ist das in Amerika ziemlich teuer. Den Eintritt in die Universal Studios hab' ich mir angesichts des hohen Preises ($90) sowie der fortgeschrittenen Zeit gespart. Die Universal Parks bieten auch ohne Eintritt in die Studios viel Unterhaltung. Am so genannten CityWalk befinden sich diverse Dedicated Stores (Billabong, Element,...) sowie etliche Universal Merchandising Shops welche zum Verweilen einladen. Dazu kommen Restaurants/Shops der National Baseball League (NBA), der NASCAR Rennserie sowie das weltweit grösste Hard Rock Cafe. Bei allem Angebot darf natürlich ein Kinopalast nicht fehlen: AMC Entertainment zeigt im CineComplex rund um die Uhr die aktuellsten Kinohits. Als Kompensation für den Eintritt in die Studios hab' ich mir dann den Ice Age 3 Streifen vorführen lassen. Zum Tagesablauf gehört natürlich auch ein Thunderstorm dazu. Diesen gab's auch heute kostenlos. Regen bis die Strassen überlaufen. Aber auch heute war das Gewitter nach rund 30min wieder vorüber. Tropenklima pur! Zum Schluss des Tages missglückte noch ein weiterer Versuch, das Space Shuttle Endeavour in das Weltall zu befördern. Die Schuld für die Absage des Starts war auch heute den massiven Gewitterzügen zuzuschreiben. Verschiebedatum ist der 15.Juli, 6:03 p.m.
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14.07.2009


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Letzter Tag in Cocoa Beach. Die Zeit hier war wirklich gut. (Villeicht bleib ich ja auf der Rückkehr noch ein Tag in Cocoa Beach hangen. Who knows). Nach dem Morgen-Jogging entlang des endlosen Sandstrandes von Cocoa Beach machte ich mich auf den Weg Richtung Kennedy Space Center in Cape Canaveral. Dort gibt es ein Visitor Complex, ein Besucherzentrum für Raumfahrt-interessierte Gäste. Für rund $40 gibt es eine Menge spannende Dinge zu sehen: Ein originalgetreues Space Shuttle (Orbiter "Explorer"), originalgetreue Feststoffbooster und Aussentank, einen umfangreichen "Rocket Garden" mit alten Raketenmodellen, Original-Kapseln von diversen Apollo-Missionen, historische "Mission Control Rooms" aus der Zeit der ersten Mondlandung, und vieles mehr. Das wohl eindrücklichste Erlebnis bietet die 110m lange "Saturn V" Rakete. Unglaublich, dass dieser 3'000 Tonnen schwere Koloss überhaupt vom Boden abheben konnte. Diverse Videodokumentationen bewiesen dies direkt vor Ort. Zum Abschluss des Besuchs im Kennedy Space Center gab's im IMAX Kino eine kostenlose Vorführung des 3D Films "Magnificent Desolation: Walking on the Moon 3-D" zu sehen. Das war wirklich ein sehr gutes Erlebnis. Dieser 3D-Film kann ich jedem empfehlen! Die 40 Taler für den Eintritt ins KSC Visitor Center haben sich durchaus gelohnt. Später ging die Reise weiter nach Daytona Beach. Da es in Daytona Beach Shores (also direkt am Strand) sehr viele noble Hotels/Motels gab, waren auch die Preise eher nobel. Nun, ich fand ein gediegenes Motel für $50 und damit ist für mich alles OK.
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15.07.2009



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Einwenig froh war ich schon, als ich das Billigmotel am Morgen wieder verlassen konnte. Das Zimmer war schmuddlig und die direkten Nachbarn vermutlich in dubiosen Kreisen tätig. Bessere Bedingungen kann man sich nicht wünschen. Attraktionen gab's weit und breit keine. So begab ich mich am Nachmittag an den einwandfreien Sandstrand von Daytona Beach um die Sonne zu geniessen. Dieser Strand hat eine ganz spezielle Eigenschaft: Autos dürfen innerhalb eines signalisierten Bereichs auch am Strand verkehren. Das tönt komisch - ist es auch. Neben dem erholsamen Rauschen des atlantischen Ozeans gibt's also noch kostenlos das Brummen der überdimensionierten Ami-Schlitten zu hören. Das ist so was von daneben, dass ich mich nach einigen Stunden dafür entschieden habe, nicht mehr länger in Daytona Beach zu bleiben. Eine kurze Besichtigung des Daytona Beach Pier würde ich jedoch jedermann empfehlen. Der Pier befindet sich gleich am Ende der Main Street, mitten im Zentrum. Motorsportfreaks kommen bei einem Besuch des Daytona International Speedways auf ihre Kosten. Im Eintritt ist eine geführte Tour durch das ganze Renngelände, ein Museumsbesuch sowie der IMAX Film "NASCAR 3D" enthalten. Der Eintritt ($23) war nicht hoch, aber ein zweites Mal würde ich dorthin nicht gehen. Nach dem Besuch des Speedways machte ich mich auf nach Titusville. Meine Recherchen ergaben, dass dort ein guter Ort sei, um den Shuttle Launch zu beobachten. Dieser letzte Versuch liess ich mir nicht entgehen. Titusville hat mit ein nicht allzu guter Eindruck hinterlassen. Durch einige Quartiere möchte ich weder bei Tag noch bei Nacht gehen. Für $60 gabs ein mittelklassiges Motel. Die nette Dame am Empfang hätte sich zwar $140 vorgestellt, da ja ein "Launch Day" war. Auf der Türschwelle hat sie mir dann aber freundlicherweise die Suche nach einen anderen Motel abgenommen. Sie musste wohl selber einsehen, dass das Motel so gut wie leer war. Besser $60 als $0 war wohl die Überlegung. Dann geschah was bereits seit einigen Wochen oder gar Monaten hätte geschehen sollen: Grünes Licht für den Space Shuttle Launch von STS-127 Endeavour. Tausende Zuschauer wohnten dem Start der Raumfähre bei. In unmittelbarer Nähe war aus einem parkierten Auto das offizielle NASA Radio zu hören: "T minus one minute. All systems are go. T minus 10 seconds. Main engine started. 3-2-1, booster ignition and lift-off of the Space Shuttle Endeavour". Zugleich zog am Horizont des Kennedy Space Centers eine gewaltige Rauchwolke auf. Die gewaltige Explosion des Sauerstoff/Wasserstoff-Gemischs war zuerst nur optisch, kurze Zeit später auch akustisch feststellbar. Das Publikum fieberte lautstark mit. Da war eine heftige Portion Nationalstolz zu spüren. Die Raumfähre war etwa eine halbe Minute sehr gut zu sehen. Danach machte es den Eindruck, als würde sie eine starke Kurve fliegen. Im NASA Radio war während der Startphase jeweils die aktuelle Geschwindigkeit und Flughöhe zu hören. Dieser Launch war sehr eindrücklich und unvergesslich. Die Reaktion der Amerikaner war beinahe so eindrücklich. Nach dem das Space Shuttle am Himmel verschwunden war, konnte man Leute beobachten, die sich die Tränen aus den Augen wischten. Wenn das nicht Nationalstolz ist... Zum Schluss des Tages wurde am TV eine Tornado-Warnung für diverse Orte um Orlando verkündet. Windrichtung Osten, also direkt in Richtung Titusville. Die Thunderstorms waren aber sehr statisch und lösten sich daher nach einigen Meilen und zahlreichen Schäden vor Titusville wieder auf. Bemerkt hat man den Tornado jedoch am heftigen Gewitter, das über Titusville hinweg gezogen war. Besonders heftig waren auch die Blitzaktivitäten. Florida ist generell der Bundesstaat in Amerika mit den höchsten Blitzaktivitäten.
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| 16.07.2009 |
Für heute wäre eigentlich das THE OFFSPRING Konzert im Hard Rock Live in Orlando geplant gewesen. Dummerweise konnten sich jedoch nur Bürger von Amerika und Kanada Tickets kaufen. So entschloss ich mich, an dieser Stelle der Küste entlang Richtung Süden zu fahren. Ziel: Fort Lauderdale. Die Fahrt nahm ca. 3h 30min in Anspruch (ca. 330km). Selbstverständlich gabs auch wieder sehr viele Blitzeinschläge in nächster Nähe zu beobachten. Nicht umsonst ist Florida der Staat mit den meistgezählten Blitzeinschlägen. In Fort Lauderdale suchte ich ein Motel in Strandnähe. Vergebens! Dort befinden sich nämlich nur Hotels der gehobenen Preisklasse. Schliesslich fand ich ein preiswertes Econo Lodge Motel ($45). Am Abend sollte dann mal wieder was zwischen die Zähne! Mexikanische Küche sollte es sein. Ein guter Entscheid. Gleich in der Nähe fand ich schliesslich auch noch ein preiswertes Motel direkt am Strand. Eine echte Win-Win Situation. Der Weekend-Tarif konnte ich auch gleich glätten: $105 für 2 Nächte liegt doch gut im Preis.
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17.07.2009


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Check-in im Strandmotel "Sun Deck" an perfekter Lage (3821 N Ocean Blvd, Fort Lauderdale). Food Mart, Bistros und Strand (Lauderdale Beach) in unmittelbarer Nähe. Das super Wetter (94°F)zog mich an den Strand. Nach wenigen Minuten sonnenbaden traf auch gleich die Polizei, Feuerwehr und die Küstenwacht ein. Da war scheinbar jemand beim Schwimmen in Seenot geraten. Man konnte von blossem Auge nur ein schwarzer Fleck als Mensch erkennen. Binnen weniger Minuten eilten einige Schiffe, Jet-Skis und sogar ein Helikopter zu Hilfe. (Wobei ich behaupte, dass der Helikopter nur zur Berichterstattung und nicht zur Rettung eingesetzt wurde). Einige Zeit später kam ein Penner zu mir und wollte mir seine Lebensgeschichte erzählen. Er wollte mir ein Bier andrehen - Konsum von Alkohol ist jedoch in allen amerikanischen Parks und State Beaches verboten. Abgesehen davon hätte das Bier auch so nicht angenommen. Der Typ machte einen ungepflegten Eindruck, erzählte aber, er hätte an irgendeiner kalifornischen Universität doktoriert, sein Sohn sei Anwalt für Wall Mart, und weitere diffuse Märchen. Er bot mir sogar sein Asyl an, fragte mich, ob er mir Geld leihen sollte.... Wie auch immer seine Tricke funktionieren sollten - ich wollte es nicht herausfinden müssen. Alle Mittel halfen nicht, ihn loszuwerden. Also entfernte ich mich halt selber vom Strand. Am Abend begab ich mich auf die Suche nach Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Fort Lauderdale. Das Hauptangebot ist eher an Kunst-liebende Personen gerichtet. Es gibt sehr viele Museen und Galerien. Doch die Stadt selbst ist eine Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen darf. Wie (fast) jede Strandstadt hat auch Fort Lauderdale ein "Intercoastal Waterway", also ein künstlicher Weg zwischen Küste und Festland. Beeindruckend an diesem Wasserweg sind in Fort Lauderdale die zahlreichen pompöse Hochseejachten, Segelbote und andere Riesenschiffe, welche an den Docks parkiert sind. Dazu kommt, dass die Privatresidenzen an den Küsten oft nobler und prächtiger daherkommen als manches Hotel. Man kann in der Küstenregion auch viele Bonzen-Autos beobachten. Hier lebt offenbar der Wohlstand. Beim allabendlichen Internet-Check buchte ich mir ein Ticket für das Konzert von Sum 41 und The Offspring, welches am 18. Juli im Pompano Beach Amphitheatre stattfinden soll.
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18.07.2009


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Gleicher Ort, gleiches Hotel. Heute war nicht viel geplant. (Geplant wurde eigentlich generell nicht viel). Ausser dem Strand und dem Pool hab' ich nicht viel gesehen und erlebt. Ein genüsslicher Tag war es trotzdem. Am Abend sollte dann im Amphitheatre von Pompano Beach mal richtig gerockt werden! Und das wurde es auch! Irgendein wilder Hippie ("Frank Turner" wie ich im Nachhinein herausfand) und die beiden Punkrock Bands Sum 41 und The Offspring zogen ganz schön heftig an den Saiten! Leider wurde der Anlass vorhergehend von einem alltäglichen Thunderstorm übergossen. Die richtigen Rockerbräute liess das aber kalt. (Ich hielt mich dafür, für überteuerte $4 einen "Emergency Rain Poncho" zu kaufen - was sich Minuten später auszahlte). Ach ja: Irgendeinem Idioten habe ich vor dem Konzert $10 in die Hand gedrückt, damit ich mein Auto auf seinem Parkplatz abstellen durfte. Im Nachhinein stellte ich fest, dass dieser Idiot wieder einmal ein einfallsreicher Strassenpenner war. Mir war's recht - zumindest mein Gewissen war beruhigt.
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19.07.2009


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Aufbruch in Fort Lauderdale. Nächstes Ziel war die Strandregion von Hollywood Beach. 1-2-3 und auch TomTom kennt mein Ziel. Nach rund 30min Fahrtzeit traf ich schliesslich in Hollywood Beach ein. Ein nettes Dorf. Auch der Stand war erwartungsgemäss perfekt. Schade nur, dass es am Strand fast ausschliesslich Privatresidenzen und Nobelhotels gab. Also führte mich die A1A weiter südlich Richtung Miami Beach. Es ist wirklich empfehlenswert, diese Strecke am Ocean Boulevard zu fahren. Dort steuert man mitten durch die High Society von Amerika. Die Umgebung erinnert stark an Beverly Hills, CA. Da fahren Autos auf der Strasse, dessen Marken ich noch nie gesehen habe. Da gehen die bekannten Nobelmarken wie Ferrari, Bentley, Maserati und Bugatti förmlich unter. In den Strassen von Miami Beach kann man auch üble Tuning-Missbräuche beobachten: Aufgemotzte Cadillacs, Ford Shelby's mit Unterbodenbeleuchtung, Hummer mit hochglanzpolierten 30" Alufelgen,... Im Strassenverkehr fallen zudem zwei weitere typisch-amerikanische Dinge auf: Das eine wäre die fehlende Helmtragpflicht für Motorradfahrer. Amerikaner müssen beim Motorradfahren nur bis 18 Jahre einen Helm tragen. Danach sind die Köpfe scheinbar härter und mögen den einen oder anderen Sturz verkraften. Das andere wäre die Schallbeschränkung von Auspuffanlagen. Die gibt es scheinbar auch nicht. Auspuffe wie Ofenrohre sind an den Fahrzeugen fast Standard. Dieser Lärm kann einem ganz schön auf die Nerven gehen. Nach dem Einchecken im "Days Inn Oceanfront" (mit Meerblick, wie der Name bereits verrät) begab ich mich auf eine kleine Sightseeing-Tour in Downtown Miami. Dort gibt es sehr viele und teilweise sehr teuere Läden. Weltmarken wie Adidas, Diesel, Nike, Quicksilver, uvm führen in Miami ihre Dedicated Stores. Entlang des Ocean Boulevards führt in Miami Beach zwischen Strand und Hotelanlagen ein Weg für Fussgänger. So muss ein Spaziergang nicht zwingend an der lärmbelasteten und stinkenden Hauptstrasse gemacht werden. Später am Abend begab ich mich noch rasch in den lokalen Walgreen, um mir was zum Futtern zu holen. Da wurde ich doch prompt Zeuge eines kleinen Raubs: Ein verpennter Typ kam entschlossen in den Laden, packte sich beim Eingang einige Artikel und rannte weg. Duzende Leute konnten zuschauen - keiner konnte reagieren. Es ging alles so schnell. Unglaublich. Grossstadt-Feeling pur hier in Miami Beach.
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20.07.2009


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Eine Jogging-Tour entlang des Ocean Walk darf man sich nicht entgehen lassen. Es gibt dort mehr Jogger als Fussgänger. Man kann während dem Joggen die unterschiedlichsten Sportler beobachten. Das war wirklich amüsant! Es gibt etwa gleich viel Jogger wie iPods auf dem Ocean Walk. Teilweise singen die Jogger im Rhythmus der Musik, andere röcheln hektisch nach Luft, einige stöhnen schon fast weil sie mit ihrer Ausdauer offenbar dem Ende nahe sind. Mein Joggingziel war der ungefähr 3km entfernte Walgreens Supermarkt. Dort kaufte ich mir ein Starbucks Coffee und ein Früchtecocktail. (Was will man mehr?). Ach ja, eine Flasche Gatorade habe ich ebenfalls gekauft. Das ist ja scheinbar das Sportlergetränk Nr 1 in Amerika. Der künstliche Geschmack dieses Getränks hat mich aber bereits nach wenigen Schlucken dazu gezwungen, die Flasche in den nächsten Eimer zu werfen. Pfui... Beim Essen des Früchtecocktails habe ich schliesslich noch bemerkt, dass die Früchte teilweise mit feinen Haaren bestückt waren. Soviel zum Thema "Fresh Fruits". Ja vielleicht noch einige Bemerkungen zum Hotel: Das Days Inn Oceanfront ist ein älteres aber preiswertes Hotel. Für $75 bekommt man hier sicherlich mehr geboten als in manchen Luxushotels in der nahen Umgebung. (Tipp: Online-Buchungen sind in der Regel 10% günstiger als direkt vor Ort. In der Hotel Lobby gibt es meist kostenloser WLAN-Internet Zugang). Das Hotel liegt 50m vom Strand entfernt. Zwischen Strand und Hotel liegt die Poolanlage, eine Tiki Bar und natürlich der Ocean Walk. Schade, dass das Hotel etwa 4km vom Zentrum von South Beach entfernt ist. Es gibt aber viele Möglichkeiten, um nach South Beach zu gelangen. Und ums auf den Punkt zu bringen: Ausser in South Beach ist nirgends wirklich etwas los. Dort dafür umso mehr! Wer aber ein Hotel in South Beach haben möchte, muss tief in die Tasche greifen: Preise für eine Übernachtung liegen im Durchschnitt bei $300-400. Das war's dann wirklich nicht wert. Parkieren kann man an jeder Ecke ($1/h). Im Nachhinein würde ich aber für Miami Beach kein Auto mehr mieten. Na gut, es brachte mir viel Flexibilität - aber auch jeden Abend die verzweifelte Suche nach einer Parklücke. Am Nachmittag dieses Tages machte ich einen Ausflug nach Miami Downtown. Miami ist eine Grossstadt wie viele andere in Amerika. Die City Skyline ist aber schon sehr eindrücklich. Am besten sieht man die Skyline von den Autobahnbrücken zwischen Miami und Miami Beach. Eine gute Aussicht bietet auch der Hafen von Miami. Ich entschied mich für die Schiffrundfahrt entlang der Bucht von Miami. Das würde ich wieder machen. Die Rundfahrt führt u.a. um die Luxusinseln San Marino, Venetian Islands, Rivo Alto Island, Hibiscus Island, Palm Island Park, Sunset Island, Treasure Island und natürlich entlang der Skyline (Financial District) von Miami. Besonders interessant waren die Bemerkungen des Guides zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten. Da standen Villen von unzähligen Berühmtheiten wie Ricky Martin, Enrique Iglesias, Cameron Diaz und Sean Combs (bekannt als "P. Diddy"). Natürlich durften dabei auch die Facts nicht im Hintergrund stehen: Es gibt noch Grundstücke auf diesen Luxusinseln. Der Kaufpreis des Bodens liegt zwischen 8 und 20 Millionen Dollar. Und dann noch: Der Rapper "P.Diddy" hätte sich erst kürzlich eine Villa gekauft. Kaufpreis: Bescheidene 75 Millionen Dollar. Einige Meter weiter steht eine 8 Millionen Dollar teure Rennyacht, welche angeblich Cameron Diaz gehören soll. Jede Villa hat mindestens eine Bootanlegestelle. Meistens sind aber zwei oder drei Anlegestellen vorhanden. Man hat ja schliesslich nicht nur eine Yacht, sondern auch JetSki's und Kleinboote. Erst jetzt wurde mir auch klar, wo ich mein Auto abgestellt habe, als ich auf dem Weg von Miami Beach nach Miami ein Foto schiessen wollte: Das war wohl der Garten irgendeiner Berühmtheit. Jetzt weiss ich auch, warum nur 2min später ein Streifenwagen neben meinem Auto parkiert war. Auf diesen Inseln sollte man sich also besser nicht blicken lassen... Nun, den Abend verbrachte ich mitten im Getümmel von South Beach. Die Zeit scheint dort still zu stehen. Leider tat dies aber die Parkuhr nicht.
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21.07.2009




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Noch einmal die Aussicht im Days Inn Oceanfront geniessen und dann auschecken. Das war nicht leicht. Doch das nächste Ziel wartete bereits: Key West, die Inselgruppen südwestlich von Florida. Das Navigationssystem zeigte 280km und 4h 15min bis zum gewählten Ziel (Days Inn Key West, $130/Nacht). Nach Key West führt genau ein Weg: Der Highway 1. In diesem Fall ist Highway nicht mit einer Autobahn zu vergleichen. Die Tempolimitierung war stets zwischen 45 und 55mph (~60 bis 80kmh). Sehr eindrücklich war der Highway 1 aber wegen den vielen Brücken zwischen den einzelnen Inseln. Eine der Brücken nennt sich "Seven Mile Bridge". Wie der Name schon sagt ist diese Brücke ziemlich genau sieben Meilen (also ca. 10km) lange. Von ihr waren schon einige Filmregisseure beeindruckt. So kann die Seven Mile Bridge beispielweise in den Filmen True Lies, 2 Fast 2 Furious sowie in diversen James Bond Filmen sehen. In Key West angekommen machte ich mich zuerst auf die Suche nach dem bekannten "Southernmost Point in the continental US", also der südlichste Punkt des amerikanischen Festlandes. Eigentlich nichts spezielles, könnte man meinen. Die Touristen strömten in Scharen an den Punkt. Dort bildete sich eine 30m lange Kolonne mit Leuten, welche sich vor dem Southernmost Point fotografieren lassen wollten. Zu lächerlich fand ich das. Also drängte ich mich vor und knipste den Punkt - halt ohne mich darauf zu verewigen. (Noch eher würde ich mich in eine Schlage stellen, um mich vor der Luzerner Kappelbrücke fotografieren zu lassen). Im Nachhinein fand ich heraus, dass dieser Punkt nicht mal der südlichste Punkt ist - auch nicht annähernd! Dieser Betonpflock ist also nur Show, eine billige Touristenattraktion. Den Abend verbrachte ich im Zentrum von Key West, entlang der Duval Street. Dort ist allerhand los: Viele Ramschläden, Angebote für Freizeitaktivitäten, Pubs, Restaurants,... und natürlich auch viele Strassenpenner. Parkplätze sind auch dort rar. Also stellte ich mein Auto für $10/3h in die Tiefgarage eines dubiosen Typen. (Zu diesem Zeitpunkt hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich mein Auto wieder schadlos zurückbekommen würde). Nach kurzer Zeit entdeckte ich das Hard Rock Cafe Key West. Neben Orlando und Miami war das nun das dritte Hard Rock Cafe auf meinem Road Trip. Für $15 gab's ein hausgemachter Hamburger, genannt "The legendary Hard Rock Hamburger". Das überzeugte! Und wenn man in Amerika einen Burger für $15 bestellt, muss man nicht damit rechnen, dass man das Haus hungrig verlässt. So war's dann auch. Der Rest des Abends verbrachte ich auf dem Marktplatz, am Hafen von Key West. Dort wird bei gutem Wetter täglich ein regelrechter Zirkus aufgeführt. Viele Kleinkünstler präsentieren ihre Programme. Ob Feuerspucker, Robotermenschen oder musikalische Aufführung - von allem war etwas dabei. Zum Schluss brachte auch Mutter Natur noch einen oben drauf: Der Sonnenuntergang über dem rund 90 Meilen südlich gelegenen Kuba wollte niemand verpassen. Es war ein Schauspiel der besonderen Art. Ach ja, ein wenig Action gab's dann wieder einmal im Walgreens: Der wurde nämlich - wie bereits in Miami Beach - vor meinen Augen - ausgeraubt.
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22.07.2009


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Am heutigen Tag war schon wieder auschecken angesagt. Für Key West war nur eine Nacht geplant. (Ursprünglich keine - aber da war noch einwenig Benzin im Tank. Das war doch Grund genug). Übers Internet vom Motel buchte ich das nächste Motel, wiederum ein Days Inn. Diesmal direkt neben dem Miami International Airport ($50/Nacht). Den Tag verbrachte ich aber noch in Key West. So machte ich mich mal auf die Suche nach einem Sandstrand. Das war nicht mal so einfach. Das Navigationssystem hatte bis jetzt immer die besten Spots gefunden - nicht so in Key West. Also musste wieder das Internet (u.a. www.keywest.com) herhalten. Ich entschied mich für Higg's Beach, was keine schlechte Idee war. Ein Traumstrand - auf den ersten Blick. Die Strände in Key West sind generell sehr schmutzig (d.h. mit angeschwemmten Algen und Meeresplatzen übersäht). Higg's Beach wird aber maschinell gesäubert. Im Wasser hangen aber trotzdem viele Meerespflanzen. Das war nun wirklich zu eklig. Kein Vergleich mit Miami Beach. Wellen gibt's es kaum. Dazu kommt, dass das angeschwemmte Material an der Hitze zu stinken beginnt. Sonst machen die Stände in Key West eine gute Falle. Kostenlose Parkplätze gab's für Strandbesucher sehr viele. (Oder anders ausgedrückt: Wer das Risiko eingeht, dass sein Auto abgeschleppt werden könnte, parkiert gratis. Viele Leute schien das nicht zu interessieren. Schlussendlich standen 100 Autos in der Abschleppzone). Am Strand herrschte eine Tropenhitze. Key West gehört in die subtropische Klimazone. Diese Tatsache bekommt man hautnah zu spüren. Beim Sonnenbaden badet man nach kurzer Zeit im eigenen Schweiss. Zum Glück waren da einige Imbiss-Stände, welche eisgekühlte Getränke (zu überteuerten Preisen) verkauften. An dieser Affenhitze denkt man aber nicht daran, die Cola des Preises wegen nicht zu kaufen. Am Nachmittag verabschiedete ich mich von den Florida Keys und begab mich auf den Rückweg Richtung Days Inn Miami International Airport. Die Strecke war wieder sehr lange und mühsam. Dazu kam das Übel, dass den iPod-Boxen den Saft ausging. Schade. Schliesslich schaffte ich den Rückweg auch ohne musikalische Unterhaltung. Das Days Inn befand sich direkt an einer Autobahnkreuzung. Glücklicherweise bekam ich ein Zimmer auf der strassenfreien Seite. Dummerweise ist das jene Seite, welche parallel zu Runway 9/27 des Miami Airports steht. Für eine einzige Übernachtung war das aber absolut okay.
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23.07.2009


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Um den Tag nicht bereits am Morgen zu versauen, plante ich für die anstehenden Tasks genügend Zeit ein. Auschecken um 08:00 Uhr. Danach musste ich das Auto bei Alamo abgeben. Hier war ich dem TomTom Navigationsgerät zum letzten Mal sehr dankbar. Der Weg vom Days Inn zu Alamo betrug keine 5km - doch ohne TomTom wäre ich sicher 20km gefahren. Die Strassen rund um den Miami Airport sind sehr verstrickt, es gibt viel Verkehr und die Signalisierung kommt für Neulinge oft zu spät. Die Strecke war ein echtes Wirrwarr von Links- und Rechtsabbiegungen, Einbahnstrassen, Spiralen und andere Kuriositäten. (Vielleicht merkt man spätestens hier: Es ist wirklich empfehlenswert ein Navigationssystem zu mieten bzw. USA Maps auf das eigenen Navi zu laden. Man erspart sich viel Ärger). Nach dem Car Return brachte mich der Alamo Airport Shuttle zum MIA Airport. Dort beginnt, was ich am Vorabend im Internet über den MIA Airport gelesen habe: Der Horror! Zum Glück habe ich fast 3h für Check-In, Security und Bording einberechnet. In der Tat habe ich nie soviel Zeit benötigt (~1h). Ich hätte aber keinesfalls zwischen den 1000 Gängen und hin und her rennen wollen. Die Strecke vom Eingang bis zum Gate war ziemlich lang. Der Check-In war ebenfalls sehr ungewöhnlich: Zuerst wird das Gepäck gewogen, dann muss man das Gepäck selber zum Baggage Security Check bringen. So was habe ich noch nie erlebt. Erst dann kann man sich zum Personal Security Check begeben. Den Weg dorthin muss man aber zuerst noch finden. Pünktlich um 11:30 Uhr konnte AA1510 in Miami abheben. Die Ankunft in New York JFK war ebenfalls wie geplant um 14:30 Uhr. Dort schnappte ich mir einen Airport Bus, welcher mich für einige Taler nach Manhattan brachte. (Ein Roudtrip-Ticket mit dem Airport Shuttle kostet $25. Vorsicht all jenen, welche sich für das Taxi entscheiden: Die Preisobergrenze beträgt $60. Zu benutzen sind nur offizielle Taxis mit gültigen Lizenzen. Verlangt ein Taxi-Chauffeur mehr als dieser Betrag, ist man vermutlich einem Schwarzfahrer ins Netz geraten. Am besten verhandelt man vor der Fahrt einen Fixpreis). Nach einigen Blocks zu Fuss erreichte ich mein Hotel "Econo Lodge" an der 302 West 47th Street. Das Hotel macht einen extrem sauberen und gepflegten Eindruck. Das Preis-/Leistungsverhältnis könnte an dieser Lage ganz bestimmt nicht besser sein. Das Zimmer ist so klein, dass man kaum umfallen kann. "Small but smart" wäre hier die richtige Rechtfertigung. Nicht ganz "smart" war der Preis: Mit $900 für 5 Nächte war es eines der teuersten Hotels auf meiner Reise. Der Höhepunkt des Tages war wohl das spontane Treffen mit Conny und Tizi, welche ebenfalls gleichzeitig in New York waren. (Später werden auch noch Peter, Stebo und Urs eintreffen). Eine Tour rund um den Times Square machte uns mit den Shops, Restaurants, Bars und Pubs einwenig vertrauter. Wir blieben schliesslich eine gute Zeit im Hard Rock Cafe New York hangen. Die Drinks waren zu gut, um das Lokal nach einer Runde zu verlassen. Leider aber nicht ganz günstig. Bargeld braucht man aber auch dort nicht hervor zu zücken: Die jungfräuliche Kreditkarte von Tizi musste gleich mal getestet werden. Der Times Square liegt an der Kreuzung zwischen Broadway und 7th Avenue. Es ist ein absolutes Muss, diesen reisengrossen Kommerzplatz zu sehen! Abgesehen davon ist er auch fast unübersehbar, wenn man in Manhattan ist. An allen Gebäudefassaden türmen sich Werbetafeln und Leuchtreklamen. Das Bild erinnert stark an Las Vegas. Die meisten Shops sind mindestens bis Mitternacht geöffnet, Bars meist bis 2:00 Uhr. Da es in Amerika kein Ladenschlussgesetz gibt, haben viele 24h geöffnet. Der Times Square ist ein bekannter und beliebter Rummelplatz. Viele Firmen führen am Times Square (oder generell in New York City) ihre dedicated Stores. Seit Mitte 2009 ist der Times Square für den Verkehr gesperrt und dient neu als Fussgängerzone. Mit dem Auto/Bus hat man in Manhattan generell nicht zu gewinnen. Es ist ein permanenter Verkehrskollaps. Pro Grünlichtphase drücken einige wenige Fahrzeuge auf eine verstopfte Kreuzung. Es wird gehupt und gedrängelt wo's nur geht. Darum: Keine Automiete in New York City! In New York City ist das Unterhaltungsangebot so gross, dass man die Zeit völlig vergisst. Erst wenn die Beine nicht mehr tragen wollen, beginnen begibt man sich auf den Heimweg...
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24.07.2009


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Morgens machte ich mich auf, die grosse Stadt New York zu besichtigen. Einen Plan hatte ich nicht. So kam es, dass ich einfach mal nordwärts Richtung Central Park steuerte. Der Central Park ist mit 3,4 km² Gesamtfläche der grösste öffentliche Park in Manhattan. Erst in diesem Park wird einem bewusst, dass im ganzen Rest der Stadt keine Grünflächen vorhanden sind. Der Park bietet also eine gute Abwechslung zu den Betonschluchten. Extrem schön ist er nicht, bietet aber trotzdem viel Raum für Erholungsaktivitäten. Es gibt etliche Jogging- und Bike-Wege, Baseball-Felder, Liegewiesen, Bänke und jede Menge kleinere Restaurants und Imbiss-Stände. Auf den Strassen durch den Park sind viele Jogger und Biker unterwegs. Nach dem Ausflug in den Central Park schmerzten die Füsse so sehr, dass sogar die nachfolgende Shoping Tour zur Qual wurde. Gegen Abend kaufte ich mir ein Ticket für City Sightseeing Tours ($86). Darin beinhaltet waren: Downtown Tour, Uptown Tour, Night Tour, Brooklyn Tour, Schifffahrt um Ellis Island, Fähre nach Ellis Island, Zugang zum Observatorium vom Empire State Building und vieles mehr. Um das Ticket möglichst gut zu nutzen, machten sich Conny, Tizi und ich gleich mal auf die Night Tour. Die Tour führte vom Times Square vorbei Richtung Downtown. Auf dem Weg dorthin gab es viele interessante Informationen vom Tour Guide. Das Fuller Building - oder wegen des Bügeleisen-ähnlichen Baustils auch "Flatiron Building" genannte Hochhaus macht eine besonders beeindruckende Falle. Das Gebäude liegt an der 175 Fifth Avenue, gleich neben dem Madison Square Park. An der Fassade des Gebäudes sind unzählige Gravuren in Stein gemeisselt. Das Kunstwerk wurde im Jahr 1902 (!) als einer der ersten Wolkenkratzer gebaut. Es war auch eines der ersten Gebäude mit einer Stahl/Stein-Konstruktion, ansonsten wäre die Bauhöhe von 87m gar nicht realisierbar gewesen. Weiter führte uns die Night Tour vorbei am Ground Zero und Financial District. Später ging's über die Manhattan Bridge nach Brooklyn. Von dort aus konnten wir die wunderschöne Skyline von New York in der Dämmerung bestaunen. Das war's wirklich wert! Am Times Square war dann Futtern mit Conny und Tizi angesagt. Gegen 22:30 Uhr erreichte der Auslandschweizer Stefan planmässig New York und konnte uns rechtzeitig beim Pizzafuttern unterstützen. Eine gute Stunde später trafen auch die letzten Feriengäste, Peter und Urs, in New York ein. Das NYC-Ferienteam war nun komplett: 6 Leute aus dem Luzerner Hinterland erobern New York!
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25.07.2009





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Nach dem üblichen Starbucks Strawberry-Banana Vivanno Smoothie starteten wir eine Schiffrundfahrt zur Ellis Island. Auf der Ellis Island steht die weltbekannte Freiheitsstatue - oder lokal als "Statue of Liberty" bezeichnet. Die 43m hohe Freiheitsstatue steht imposant auf einem 50m hohen Betonsockel. Im Jahr 1984 wurde das Monument als UNESCO Welterbe anerkannt. Die Freiheitsstatue war wirklich sehr eindrücklich. Wer New York besucht, muss auch die Statue of Liberty besuchen. Das ist ein absolutes "must see"! Nach dem Mittagessen im Subway wollten wir uns mit den restlichen Reisegschpändli treffen. Diese gaben ihre Position per SMS mit "Goudigi Harve bim Times Square" an. Selbst ein Tour Guide kannte das Restaurant "Goudigi Harve" nicht. Das musste etwas ganz verrücktes sein. So war es auch: Urs hat damit den "Golden Arches" von McDonalds gemeint. Darauf zu kommen war keine einfache Sache... (Insider!). Im Sightseeing Ticket war u.a. eine "Downtown Tour" inklusive. Diese nahmen wir am Nachmittag in Angriff. Der CitySights Bus fährt vom Times Square entlang des Broadways bis in den Financial District und über China Town und Little Italy zurück zum Times Square. Das war eine eindrückliche Tour. Zudem hatten wir die Möglichkeit, den Bus bei diversen Haltstellen zu verlassen und uns unserer Lieblingsbeschäftigung, dem Shopping, zu widmen oder die Gegend ganz einfach per Fuss zu erkunden. So kam es, dass wir den Finanzdistrikt auf eigenen Faust erkundeten. Dort gibt es sehr viele weltberühmte Sehenswürdigkeiten zu bestaunen: Einerseits ist dort der Ground Zero, also die World Trade Center Site, wo am 11.September 2001 die beiden WTC Gebäude mit zivilen Passagierflugzeugen bombardiert wurden. Der Platz ist schon sehr speziell - obwohl es eigentlich nur eine grosse Baustelle ist. Zu sehen gibt's nicht mehr viel. Doch trotzdem, wer die TV-Aufnahmen des 11.Septembers noch im Hinterkopf hat, kommt vermutlich nicht darum herum, sich der 3000 ermordeten Zivilpersonen zu gedenken. Um das Areal von Ground Zero gibt es viele Gedenkmonumente. Da gibt es z.B. die Glocke "Bell of Hope", welche alljährlich am 11.September geläutet wird. Das wohl emotionalste Gedenkmonument ist ein Kreuz aus Stahlträger des einen World Trade Centers. Das Kreuz sagt mehr als manche Inschrifttafeln. Des Weiteren gibt es im Finanzdistrikt auch die weltbekannte Wall Street und damit auch die weltgrösste Börse, die New York Stock Exchange (NYSE), zu besichtigen. Selbst als Nicht-Börsianer darf man sich diese Region nicht entgehen lassen. Da das Hard Rock Cafe gestern einen guten Eindruck machte, haben wir uns heute dazu entschieden, dort zu Essen. Die bestellten Menüs im Hard Rock Cafe machten einen leckeren Eindruck und waren dazu noch sehr genüsslich. Einwenig erstaunt waren wir, dass die Service Gebühren von 15-20% jeweils nicht auf der Rechnung aufgeführt wurden. Viel zu Spenden hatten wir aber ohnehin nicht. Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg Richtung Empire State Building. Das Gebäude ist nur einige Blocks vom Times Square entfernt. Auf dem Observation Deck des Empire State Buildings konnten wir das Nachtleben in New York City aus einigen hundert Meter Höhe beobachten. Das Eintrittsticket kostet üblicherweise $20, war aber im Sightseeing Ticket bereits enthalten. Nach diesem windigen aber sehr eindrücklichen Erlebnis begossen wir den Abend mit einem hausgebrauten Empire State Beer. Vor dem Hotel Edison (Peter und Urs nächtigten im Hotel Edison) war noch allerhand los: Ein edler Teppich, einige schwere Typen und zahlreiche Fans und Fotografen waren vor Ort. Wir erkundigten uns nach dem Grund für diese Zeremonie. Jennifer Lopez würde im Ballroom des Hotels ihren 40. Geburtstag feiern. Spontan entschieden wir uns, unsere Fotoapparate ebenfalls zu zücken und abzuwarten, bis sich die Latino-Diva der Öffentlichkeit zeigen würde. Als es dann (nach 1.5h Warten!) endlich soweit war, dauerte es ungefähr 2 Sekunden und die Lady war in ihrem Maybach Taxi verschwunden. Die angereisten Fotografen wollten aber nicht ohne Foto heimreisen. So stürmten diese in einem Höllentempo auf den Maybach zu und blitzen was das Zeug hielt. Nach soviel abenteuerlichen Ereignissen war es wieder mal Zeit, das überteuerte Hotelbett zu nutzen. Apropos Hotel: Peter und Urs können vom Hotel Edison nicht allzu viel Positives berichten: Im ersten Zimmer hätten sie ein WC mit gelbem Spülwasser und herunterhangende Stromkabel angetroffen. Ich kann bestätigen, dass die beiden nicht von der heiklen Sorte sind, aber ein Hotelzimmer für $260 pro Nacht in diesem bedürftigen Zustand würde ich auch nicht annehmen. Auch dann nicht, wenn es nur 200m vom Times Square entfernt ist. Sie wurden also umgebucht und bekamen ein anderes Zimmer. Die bestellten zwei Betten waren dort aber nicht vorzufinden. An dieser Stelle gilt zu erwähnen, dass man niemals ein Hotelzimmer reservieren sollte, von welchem man nicht unabhängige Bewertungen (www.tripadvisor.com, www.holidaycheck.com) gelesen hat. (Motels und andere Eintagesstätten ausgeschlossen).
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26.07.2009


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Am Morgen erkundete ich den Distrikt SoHo ("South of Houston Street"). Wie der Name schon sagt, liegt dieser Stadtteil südlich der Houston Street. Entlang des Broadways gibt es viele Billigläden im Outlet-Stil. Man muss allerdings sehr vorsichtig sein beim Shoppen: Es gibt da viele Schlitzohren ("Hüüzer" wie wir sie nannten). Leute, die aus allem Schrott Geld machen wollen: Gefälschte Uhren, kopierte Markenkleider, gestohlene Ledertaschen, usw... man findet wirklich alles! An der 106 Spring Street habe ich den Burton Snowboards Flagship Store gefunden. Für mich war das ein unerwartetes Highlight! Der Laden hatte grosse Auswahl an Kleider und natürlich an Snowboards und Zubehör. Neben der grossen Auswahl waren auch die tiefen Preise beeindruckend. Im Laden gab es einen "Cool Room", in welchem man Winterjacken hätte testen können. Ach ja, da waren noch zwei Vitrinen zu bestaunen: Die Goldmedaillen der US Snowboard Pro's, Shaun White und Hannah Teter, welche die beiden an der Winterolympiade 2006 in Turin gewonnen hatten. Allzuschade, dass Mr. White nicht gleich selber vor Ort war. Da wir heute mit dem Schiff zur Ellis Island (Insel, auf welcher die Freiheitsstatue steht) fahren wollten, setzten wir uns wiederum in den CitySights Sightseeing Bus um in die Downtown Region zu fahren. Heute entdeckten im Bowling Green Park den scheinbar bekannten "Charging Bull" (auch bekannt als "Wall Street Stier"), eine über 3t schwere Bronze Skulptur. Der Stier symbolisiert börslichen Optimismus. Speziell ist eigentlich nur das rege Interesse der Touristen: Der Stier ist umsäumt mit Leuten, welche sich mit ihm fotografieren lassen wollen. Die Ellis Island erreichten wir leider nicht mehr, da die letzte Fahrt um 16:30 Uh gewesen währe. Schade. Aber es gibt in Downtown auch so noch sehr viele Dinge zu bestaunen. So begaben wir uns an den South Street Seaport, um etwas Warmes zu essen. Die Pizzeria am Pier des Seaports machte einen ausgezeichneten Eindruck. Nach dem Essen wurde auch das Wetter wieder besser - so scheinte es zumindest. Wir nahmen also den nächsten CitySights Bus um zum Times Square zu fahren. Fehler! Wir haben versehentlich die Night Tour erwischt. Bemerkt haben wir den Fehler, als der Bus Richtung Brooklyn abbog. Da war es aber bereits zu spät. Es war trotzdem eine unterhaltsame Fahrt durch Brooklyn. Eindrücklich war erneut die lange Warteschlange vor der Pizzeria "Grimaldi's Pizza" in der 19 Old Fulton St. Dort hätte scheinbar Frank Sinatra früher seine Pizza gegessen.
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27.07.2009


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Heute versuchten wir ein weiteres Mal das bereits bezahlte Ticket für den "Statue Criuse" auf die Ellis Island zu nutzen. Mit dem Downtown Bus von CitySights gelangten wir wieder einmal mehr in den Finanz Distrikt. Diesmal stand die Besichtigung der Brooklyn Bridge auf der Wunschliste. Über die Brooklyn Bridge führt ein Weg eigens für unmotorisierte Passanten. Die Brücke ist sehr imposant. Im Battery Park bildete sich bereits am frühen Mittag eine gewaltige Warteschlange für dei Statue Criuse Lines. Wir waren wirklich nicht in der Laune, den ganzen Tag in eine Schlange zu stehen, um auf die kleine Insel zu fahren. Die Freiheitsstatue habe ich ja bereits vom Schiff aus gesehen. Mehr wollte ich nicht sehen. Wir haben die Tickets schliesslich vor dem Ticketstand einer Mutter verhökert. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, besuchten wir das Police Museum, welches direkt am Hafen von New York liegt (Adresse: 100 Old Slip). In diesem kleinen Museum verstecken sich vielerlei Sehenswürdigkeiten. Unser Polizeirekrut bekam glänzende Augen. Im Raum "9/11 Memorial" bekamen alle Besucher leicht glänzende Augen - eher aus Mitleidenschaft als aus Begeisterung. Alles in allem eine interessante Sache, diese Polizeimuseum. Die verkauften Schifftickets ($20) konnten wird direkt ins Polizeimuseum investieren (Eintritt: $7/Person). Beim Verlassen des Museums bemerkten wir, dass ein Unwetter aufgezogen war. Es regnete aus Kübeln. Wir waren definitiv froh, nicht auf einem Schiff zu sitzen. Auf der Rückkehr zum Times Square haben wir den Doppeldecker-Bus von CitySights des Regens wegen verlassen. Wir haben uns dann aber den trockenen Läden der 5th Avenue gewidmet. Den von Urs gesuchten "Abercrombie & Fitch?" Laden haben wir leider nicht gefunden. Vermutlich lag das daran, dass keiner von uns wusste, wie sich das Markenlabel buchstabiert. Das werden wir noch lange nicht vergessen. (Nachtrag: Der Abercrombie & Fitch Laden befindet sich in am 600 Broadway, mitten in Manhattan).
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| 28.07.2009 |
Aufbruchstimmung morgens um 10:00 Uhr. Nach einem Starbucks Breakfast war dann Packen angesagt. Am Nachmittag erkundeten wir nochmals den Central Park. Um 13:15 Uhr wurden wir von unserem netten Airport Shuttle vor dem Hotel abgeholt. Der Taxifahrer hatte echt starke Nerven im Verkehrschaos von New York. Es wurde viel gehupt und gedrängelt. Mir wurde auf der Fahrt übelst schlecht. In der Regel vertrage ich viel - aber das war zu viel! Glücklicherweise war die Fahrt nach ungefähr einer Stunde zu Ende. Lockerer Self-Checkin bei American Airlines. Danach ein letztes Mal amerikanischer Fast Food futtern. Unsere cholerischen Männergespräche wollten wir uns den mehrheitlich Schweizer Passagieren von Flug AA64 ersparen, also haben wir uns fürs Warten auf das Bording ein anderes Gate ausgesucht. Schliesslich war die Maschine bereit und wir konnten den Flug AA64 nach Zürich antreten.
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| 29.07.2009 |
Kurz nach 7 Uhr morgens landeten wir in Zürich-Kloten. Da wir unser Taxi (wieder Mättu, thanks again!!) auf 7:30 Uhr bestellt hatte, schwangen wir uns ein letztes Mal in den Starbucks. Wir bemerkten spätestens im Starbucks, dass wir wieder in der Schweiz waren: Keine Schweizer Franken im Portemonaie und als dann endlich Franken da waren, waren diese schon bald wieder alle aufgebraucht. Kurz: Starbucks kostet in der Schweiz fast doppelt so viel wie in Amerika. (Und dieser Laden ist schon in Amerika ziemlich teuer). Dasselbe haben wir schon bei McDonald's festgestellt. Der Tag war zu schön, um sich der Müdigkeit zu ergeben. Also genossen wir das sonnige Schweizerwetter in der Badi. Mein neues Lieblingsgetränk: Red Bull und alles andere was wach macht. Nach 28h Wachphase habe ich die USA-Reise 2009 am Abend für beendet erklärt... Ich freue mich schon, dem JetLag "guten Morgen" zu sagen.
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