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18.07.2010

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Am Flughafen Zürich-Kloten fällt einmal mehr der Startschuss zu einem neuen Abenteuer. Mit einem Backpacker-Rucksack am Rücken und dem Flugticket nach Brisbane (Australien) in der Hand, mache ich mich zum Check-In von Emirates. Natürlich wäre es verwerflich gewesen, ohne Swiss Goods aus den Duty-Free Shops die Verwandten in Australien zu besuchen! Am Gate des "neuen" Airdock’s in Zürich war dann erstmal Warten angesagt. Zum ersten freudigen Erlebnis kam es, als die Emirates Flugabfertigung u.a. mich aufgerufen haben. Ich solle mich beim Gate melden. Dort wurde mir mein Economy Class Ticket kurzerhand durch ein Business Class Ticket ersetzt. Ein Upgrade ohne zusätzliche Kosten. So ein Geschenk nimmt man doch gerne an. (Immerhin hatte ich bei der Emirates Airline schon eine stattliche Jugendermässigung eingefahren). Grund für die Umteilung war scheinbar ein komplett überbuchtes Flugzeug. Die Business Class hat wirklich alles geboten, was man sich auf einem Flug wünschen kann. Beim Komfort wurde rein gar nichts weggelassen: Das Platzangebot war enorm. Die Sitze waren natürlich elektronisch verstellbar und besitzen eine individuell-programmierbare Massage-Funktion. Auch der Gastroservice kann man nur loben. Zum den Hauptmalzeiten wurde jeweils ein 5-Gang Menü serviert. In der Business Class wird auch nicht etwas aus Plastikgeschirr gegessen. Tischtuch, Besteck und die einzelnen Gänge werden wie in einem guten Restaurant serviert. Völlig anders als man sich das aus der Economy Class gewöhnt ist. Getränke gab’s nach freier Wahl. Eine Bar- und Weinkarte mit einem umfangreichen Angebot wurde ausgehändigt.
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19.07.2010

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Zwischenhalt in Dubai: Irgendwann kurz nach Mitternacht (01:00 Uhr, Ortszeit) war dann der Business Class Trip auch schon wieder vorbei. Die B777-300ER Maschine der Emirates Airline hat ihr Ziel, Dubai, erreicht. Nicht zu übersehen war auf dem Taxiway der gigantische Wolkenkratzer „Burj Khalifa“. Man merkt sofort, dass Dubai kein durchschnittlicher Wüstenstaat ist. Die pompösen Bauten fielen beim Nachtanflug sofort auf. Duzende riesige Wolkenkratzer mit bunter Beleuchtung waren auszumachen. Nicht ganz einfach war die Signalisierung im Flughafen Dubai. Da gibt es ganz bestimmt vorbildlichere Flughäfen. Immerhin bleibt das Gepäck für den Anschlussflug gleich eingecheckt. Irgendwie habe ich dann auch das Transfer Gate gefunden und mich in das nächste Flugzeug nach Brisbane begeben können. Das Transportmittel: Wieder eine Boeing desselben Typs. Und wiederum von Emirates durchgeführt. Leider aber ohne Upgrade. Wichtig zu bemerken ist, dass zum Weiterflug der bestehende Bording Pass (oder was davon noch übrig geblieben ist) verwendet wird. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Die Maschine flog nicht wie im Ticket ausgeschrieben direkt von Dubai nach Brisbane, sondern von Dubai über Singapur nach Brisbane. Das war mir aber so ziemlich egal. Rund 2 Stunden nach Ankunft in Dubai ging’s dann weiter nach Singapur. In den Morgenstunden trafen wir in Singapur ein. Dort wurde die Crew ersetzt und die Maschine wieder startklar gemacht. Bemängelnswert war die Tatsache, dass wir nach dem Aussteigen in Singapur wieder durch die Security-Scanner mussten, um in dieselbe Maschine einzusteigen. Sprich, alle, die sich noch rasch was Flüssiges gekauft haben, mussten dies zugleich wieder verbrauchen oder entsorgen. Mit Sicherheit kann man’s auch übertreiben. Zu schade nur, dass nicht mal die Evian-Mineralwasserflasche vom Scanner als Flüssigkeit erkannt wurde. So macht das schon gar keinen Sinn. Unter demselben Codenamen „EK432“ wurde die Reise schliesslich fortgesetzt. Ziel: Brisbane. Der Weg führt über viele Inselgruppen. Unter anderem über Indonesien. Je nach Wetter lohnt sich zwischendurch ein Blick nach unten. Unübersehbar ist der gewaltige Vulkankrater der Insel Java. Wenn jemandem auf einem Emirates Flug mal langweilig werden sollte: Es gibt neben einem guten Unterhaltungsprogramm oft auch Aussenkameras, mit welchen die Passagiere diverse Perspektiven von Aussen betrachten können. Empfehlenswert ist beispielsweise die Forward-Kamera, welche beim Landeanflug spektakuläre Bilder liefert.
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20.07.2010

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Nach einer reibungslosen Landung in Brisbane folgte das Warten auf die Gepäckausgabe und das erneute Warten auf den Durchlass bei der Australischen Immigration sowie beim Zoll. Dort wird das Gepäck nämlich nochmals eingehend geprüft und geröntgt. Das ganze erscheint einwenig paranoid. Wie ich später erfahren habe, befindet sich am Brisbane Airport eine Ausbildungsstätte für Zollbeamte. Könnte das wohl mit der pingelig genauen Gepäcksuntersuchung zusammenhangen? Mit rund einer Stunde Verspätung durfte ich schliesslich mit meiner Tante (Gotte) nach „Hause“ fahren. Von Tür zu Tür sind also etwas mehr als 30 Stunden vergangen. Eine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass ein Tiefschlaf im Flugzeug kaum möglich ist. Ein wunderbarer Jetlag setzte sich folglich an. Den folgenden Tag verbrachte ich mit Herumhängen und fröhlichem Nichtstun.
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21.07.2010
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Frühmorgens ging der Trip ins Unbekannte los: 06:30 Uhr Check-In in Brisbane. Ziel: Cairns. Dank den vielen Low-Cost Carriers, welche es in Australien gibt, war das Fliegen tatsächlich billiger als eine Busfahrt. Bei Virgin Blue bezahlt man gerade mal $160 für einen Flug von Brisbane nach Cairns. Der Service ist zwar stark beschränkt, aber bei einer Flugstrecke von 2h darf man nicht allzu viel erwarten. Wichtig zu wissen ist, dass bei den günstigsten Flugtarifen standardmässig oft nur ein Carry-On Baggage inklusive ist. Möchte man also Checked Baggage mitnehmen, so muss man die entsprechende Option wählen! Das Bezahlen von Checked Baggage direkt am Airport ist oft ein x-faches teurer als direkt im Internet. Mit der Ankunft am Airport in Cairns hatte ich absolut keine Pläne was es da zu machen gibt. An einer Informationsstelle konnte ich ein Busticket kaufen, welches mich schliesslich ins Zentrum der Touristenstadt Cairns brachte. Dort hätte ich eigentlich das örtliche Touristenbüro aufsuchen wollen. In Cairns gibt es nicht nur ein einziges Touristenbüro – es sind duzende. In einem sympathischen Reisebüro buchte ich schliesslich ein spannendes Tour-Programm, individuell auf meine Wünsche zugeschnitten… Um die Suche nach einer Übernachtungsgelegenheit nicht unnötig zu verlängern, buchte ich gleich das nächst beste Hostel, das „Global Palace“ ($20/Nacht). Egal welches Zimmer du nimmst, du lernst in Hostels immer neue Leute kennen. (Sowohl spannende wie auch mühsame). Den Abend kann man sich in Cairns an verschiedensten Orten ausklingen lassen: Bars und Pubs gibt’s genügend. Aber auch ein Abend im Hostel kann unterhaltsam sein. Oft bieten die Hostels eigene Bars oder Unterhaltungsprogramme an.
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22.07.2010


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Frühmorgens um 07:00 Uhr war Check-Out im Hostel angesagt. Kurze Zeit später, um 07:25 Uhr wurde ich schliesslich von einem Bus Coach der „Jungle Tours“ abgeholt. Zusammen mit rund 20 motivierten Leuten ging die Tour Richtung Cape Tribulation los. Die Tour sollte uns zum grössten Regenwald des Australischen Festlandes führen: Daintree National Park. An diversen Orten wurden Stopps eingelegt. Beim ersten Halt besuchten wir das „Wildlife Habitat“ in Port Douglas. Dort konnten wir diverse Australische Tierarten wie Kängurus, Wallabies, Koalas, Krokodile sowie diverse andere Reptilien von ganz nah betrachten, teilweise auch berühren. Der Reisebegleiter, ein ziemlich verrückter Typ, hat keine Minute der Fahrt versäumt, irgendwelche wichtige (und zweifelsfrei auch unwichtige) Informationen über die angetroffenen Sehenswürdigkeiten weiterzugeben. Manchmal hätte er wohl besser dem Verkehr mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Als Teil der Tour wurde noch eine Schifffahrt auf dem Daintree River angeboten. Am Flussufer säumten sich die Krokodile und andere Reptilien in freier Wildbahn. Es wurde empfohlen, keine Körperteile in die Nähe des Wassers zu halten, da man ansonsten von einem Krokodil gebissen werden könnte. Da es sich um eine 2 Day Tour handelt, mussten wir auch irgendwo übernachten. Deshalb wurden wir in Cape Tribulation beim „Beachhotel“ abgesetzt. Dieses Hotel im Bungalo-Stil ist vollumfänglich in den Regenwald hinein gebaut. Mit allen Vor- und Nachteilen die sich damit ergeben. Die gesamte Infrastruktur war eher bedürftig – und zu allem nicht ganz günstig. Trotzdem lohnt es sich, eine Nacht hier zu verbringen. Für einwenig Frustration hat das defekte Kartenbezahlgerät gesorgt: Bezahlen mit Kredit- oder Debitkarte war vor Ort nicht möglich. Wer also ohne Geld nach Cape Tribulation kommt, muss damit rechnen, dass er dort nicht viel zu bestellen hat. Um diese Problematik zu verstehen, muss man wissen, dass Cape Tribulation wirklich nur ein Haufen verstreuter Hütten ist. Dass man für 30min Internetzugang stattliche $6 bezahlt, hat womöglich damit zu tun, dass für die Übermittlung der Informationen irgendwelche teure Funktechniken (Satellit) verwendet werden. Was wiederum der Grund sein könnte, warum Kredittransfers nicht jederzeit einwandfrei funktionieren. Ich sprang also von Pontius zu Pilatus um an Bargeld zu kommen. Zum Ausklingen des Abends im Beachhotel eignet sich der Pool, die Bar oder der Strand ganz gut. Baden kann man zwar je nach Jahreszeit nicht – es gibt zu viele gefährliche Quallen im Wasser. Stinger Suits sollten da helfen; hatten wir aber keine dabei.
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23.07.2010

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Der zweite Tag des Cape Tribulation Trips war völlig unverplant. Das sehr passend: Es war schliesslich wieder einmal Zeit, Wäsche zu machen. Obwohl die Maschine nur mit Kaltwasser spülen konnte, war ich froh, wieder mal saubere(re) Wäsche zu haben. Gegen 16:00 Uhr wurden wir von unserem Tour Couch wieder abgeholt. Dieser brachte die Teilnehmer wieder in die Ausgangsposition für das nächste Abenteuer. Für mich hiess das: „Parrotfish Hostel“ in Port Douglas. Von dort soll nämlich morgen der Tauch- und Schnorchel-Ausflug zum Great Barrier Reef starten. Port Douglas ist ein verschlafenes Dörfchen. Es gibt zwar eine handvoll Bars, die Stimmung ist zwar aber eher langweilig. Bemerkenswert ist die hohe Anzahl Rentner in Port Douglas. Scheint einwenig das Altersheim von Australien zu sein. Nichts desto trotz gibt es dort auch gute Unterhaltung am Abend. Nach dem Abendessen entschieden wir uns, noch einen Erwachsenensirup zu trinken. Eine gemütliche Stube fanden wir in der Lounge/Bar des Hotels „Watergate“. Sehr stylish und ebenso teuer. In einer Bar namens „Iron Bar“ soll es jeden Abend ein „Frog Race“ geben. Leider haben wir das verpasst. Wäre sicher lustig, den rennenden Fröschen zuzuschauen.
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24.07.2010

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Morgens um 08:00 Uhr wurde ich beim Parottfish Hostel wie geplant für den Great Barrier Reef Trip abgeholt. Noch wusste ich nicht was mich erwarten wird. Und schon geht’s los: Tauchausrüstung anpassen, Flossen und Brille fassen. Schon nach den ersten hundert Metern bemerkte man, dass das Meer an diesem Tag eher rau war. Je weiter draussen, je schlimmer. Als der Instruktor die Kotztüten und die Seasickness Tabletten aufgelegt hatte, mussten noch viele Passagiere schmunzeln. Rund 20min später war die halbe Belegschaft (inkl. mir) auf dem Unterdeck am Tüten abfüllen. Das war ein Anblick! Nach ca. 1h Horrorfahrt waren wir beim Opal Reef angekommen. Hier konnten wir an einem Introductory Dive teilnehmen. In vierer Gruppen wurden einige Basics des Tauchens vermittelt. Als Anfänger war es also tatsächlich nicht ganz einfach, mitten im wilden Meer die ersten Tauchversuche zu wagen. Später hatten alle Teilnehmer einige Stunden Zeit um zu Schnorcheln und auf diese Weise das wunderbare Korallenriff und die Tiere, die darin leben zu beobachten. Das war einfach nur grandios! Da waren die Kotztüten schnell vergessen. Das Riff ist so nahe, dass man beim Schnorcheln aufpassen muss, dass man nicht drauf steht. Da unten gibt es eine enorme Menge unterschiedlichster Fische, wie man sie sonst nur im Aquarium sehen kann. Hier wird einem auch klar, warum Australien das Land ist, welches die meisten UNESCO Weltnaturerben besitzt. Das Great Barrier Reef gehört natürlich da auch dazu. Nach einer weniger rumpligen Zurückfahrt nach Port Douglas wurde ich anschliessend mit einem Shuttle Bus nach Cairns zurückgefahren. Dort liess ich mir die Gelegenheit nicht nehmen, einen legendären Samstagabend im „Giligans Hostel“ zu feiern. Viele andere Reisegefährten waren auch dort. Das ist ein echter Insider: Würde ich nochmals nach Cairns gehen, würde ich ganz bestimmt im Giligans einchecken. Es ist ein sehr jugendfreundliches Partyhostel. Grandiose Stimmung und lustige Leute! Kurz nach Mitternacht musste ich die Partymetropole mit dem Greyhound Nachtbus verlassen. Nächstes Ziel: Airlie Beach.
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25.07.2010
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Nach rund 620km Fahrt im Greyhound Bus und mehreren Stopps war ich gegen 11:00 Uhr in Airlie Beach angekommen. Airlie ist ein ganz gemütliches, kleines Stranddorf. Dort liesse es sich einige Zeit leben. Von Hektik keine Spur. In Airlie habe ich eine 2-tägige Segeltour zu den Whitsunday Islands geplant. Vorerst musste ich mich jedoch um die nächste Übernachtungsmöglichkeit kümmern. Das „Whitsunday Terraces“ war nicht schwer zu finden, bot guten Komfort und war im Preis. Am Stil der Zimmer liess sich erahnen, dass es sich wohl mal um ein mittelklassiges Hotel gehandelt haben musste, welches nun in ein Backpacker Hostel umfunktioniert wurde. Ich teilte mir mit zwei Iren und einem Engländer eine grosse Hotelsuite. Als hätten wir dort zusammen Ferien gebucht… Am Nachmittag war ein kurzes Check-In beim Segelveranstalter angesagt: Personelle und medizinische Details regeln, Segelinformationen, usw. Am Abend – wie es schon so oft praktiziert wurde – mit Zimmerkollegen auf den erfolgreichen Tag anstossen. Die beiden Iren waren sehr speziell – ebenso wie ihr komischer Akzent. Ich dachte ja, mein Englisch wäre halt einfach nicht gut genug, um mit diesen Leuten eine anständige Konversation zu führen. Später stellte sich aber heraus, dass nicht mal die Bar Maids das Englisch der Iren verstanden hatten. So schlimm kann’s um mein Englisch also nicht sein. Anyway. Lustig war’s allemal. Die Iren haben mich in ein neues Bier-Mixgetränk eingeführt: Snake Bite. Ein 50/50 Mix von Lagerbier und Cider sowie einem Schuss Sirup (Himbeer oder Erdbeer). Ein echtes Weltklasse-Getränk. Frag ich mich doch, warum wir so was bei uns nicht bestellen können?!
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26.07.2010

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Um 7:30 Uhr ging das Segelerlebnis im Hafen von Airlie Beach los: Rund 25 Teilnehmer wurden von den motivieren Crew-Mitgliedern empfangen. Zu erwähnen ist hier, dass die Teilnehmer Alkohol selber mitbringen konnten/durften. Am Start war auch eine Gruppe Holländer. Die wussten diese Gelegenheit natürlich zu nutzen. Kühlboxen gefüllt mit Bierdosen wurden auf das Segelschiff verladen. Nach einer Einführung der Crew und des Bootes stachen wir auch gleich in die See. Laut Skipper „Mick“ würden die Temperaturen (gegenwärtig 18°C) beim Segeln keine Rolle spielen. Nur Windstärke und –Richtung seien entscheidend. Das sahen die Teilnehmer ganz bestimmt anders… Nach einer einstündigen Segelfahrt trafen wir am ersten Etappenziel ein: Tongue Bay. Dort wurde das Segelboot geankert. Mit einem Schlauchboot kamen wir an den Strand, wo wir eine kurze Fussstrecke zurücklegen mussten, um an den Hill Inlet Lookout Point zu kommen. An diesem Punkt lassen sich geniale Panorama-Fotos des Whitehaven Beaches schiessen. Whitehaven Beach ist eine massive Sand- und Wasserlandschaft inmitten der Whitsunday Inselgruppe. Selbst beim eher bedürftigen Wetter war der Anblick dieser Sandbänke eine Augenweide. Der Kontrast zwischen blauem Meer, weissem Sand und grünem Urwald ist umwerfend. Doch wie schön müsste diese Landschaft doch sein, wenn im Hintergrund ein blauer Himmel zu sehen wäre? Wohl noch viel schöner… Eines der Crew-Mitglieder bezeichnete die Whitsunday Islands passend zum Wetter als „Wetsunday Islands“. Es war doch tatsächlich das erste mal, als ich bei leichtem Regenfall in einem Meer baden gegangen bin. Wir liessen uns die Stimmung nicht kaputt machen und nutzten die weissen Sandstrände um einwenig Fussball zu spielen. Auf dem Boot gab es überraschend viele lustige Erlebnisse. Die Teilnehmer wurden förmlich zu einem Segelteam zusammengeschweisst. Bei jeder Segelfahrt mussten wir jeweils selber mithelfen, die Segel zu hieven. Zwischendurch gab’s immer wieder weltklasse Food, Snacks und Getränke. Das Essen war jenes über meinen Erwartungen! Am Abend wurde das Segelboot kurzerhand in ein Festzelt umgewandelt. So konnten wir noch einige gemütliche Stunden auf dem Oberdeck des Schiffs verbringen. Quasi als Wiedergutmachung des schlechten Wetters präsentierte sich am Abend über dem Horizont sogar noch ein kleiner Sonnenuntergang. Obwohl wir das Schiff in einer Bucht mit niedrigem Wellengang angelegt haben, schwankte es immer leicht hin und her. Das war auch während dem Schlafen zu merken. Wem das also schwer fällt, sollte unbedingt Sea Sickness Tabletten mitnehmen. (Tüten haben wir – im Gegensatz zum Great Barrier Reef Trip – hier keine gebraucht).
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27.07.2010

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Zweiter Tag auf dem Segelschiff. Nach dem Morgenessen war durften wir uns wieder die sexy Stinger Suits überziehen und das Schnorchel-Material fassen. Mit dem Schlauchboot wurden wir an geeignete Schnorchelzonen gefahren, wo wir nach dem Great Barrier Reef Dive ein zweites Mal die Möglichkeit hatten, die wunderbare Meereswelt zu bestaunen. Die Artenvielfalt war zwar hier nicht so gross, doch es hat sich auf alle Fälle gelohnt, nochmals ins Wasser zu steigen. Neben einer riesengrossen Qualle war auch ein noch viel grösserer Fisch zu sehen. Dieser Fisch war etwa so gross wie ein ausgewachsener Bernhardiner Hund. Zu meinem erstaunen getraute er sich unserer Tauchgruppe zu nähern. Ganz speziell komisch waren auch die Fische, welche mit gruseligen Zähnen nur einen halben Meter an uns vorbeigeschwommen sind. Nochmals als Zusammenfassung: Unterhalb des Meeresspiegels kann man sehr viele spannende Lebewesen sehen. Man muss sich nur genügend Zeit lassen und aufmerksam beobachten. Aber nicht nur unterhalb des Meeresspiegels gibt es Fische zu sehen. Schreie gingen durch die Reihen, als ungefähr ein Kilometer vor unserem Segelboot ständig grosse Blauwale aufgetaucht waren und sich mit aufsprayendem Wasser kenntlich gemacht haben. Mit starkem Wind segelten wir Richtung Shute Harbour. Auf dem Weg dorthin zeigte sich doch auch mal die Sonne! Das waren starke Momente. Bis es dann zu einem kleinen Zwischenfall kam: Das Seil, welches das vordere der beiden Segel aufspannte, zerriss mit einem heftigen Knall. Unglücklicherweise war das Seil auf jener Seite gespannt, auf welcher sich die Teilnehmer ans Boot klammern. Das Seil beschleunigte durch den Riss einen kurzen Moment sehr heftig. (Es war immerhin mit ~8t gespannt). Diejenigen Hände und Füsse, welche zu diesem Zeitpunkt das Seil berührten, wurden leicht massakriert. Man stelle sich vor, was passiert wäre, wenn einer das Seil vor einer Umlenkrolle festgehalten hätte?! Die Crew musste selber eingestehen, dass der verwendete Seiltyp nicht zu den Hochleistungsseilen gehörte. Trotzdem, die Sicherheit der Passagiere kommt meiner Meinung vor dem Profit des Veranstalters. Getankt mit vielen neuen Erlebnissen konnten wir das Schiff in Shute Harbour schliesslich verlassen. Ein Shuttle Bus führte uns nach Airlie zurück. Dort konnte ich verdankenswerterweise im Hostel der holländischen Kumpels rasch duschen. Für diesen Abend stand bei mir eine Greyhound-Nachtfahrt nach Rainbow Beach auf dem Programm. Da kam die Dusche super gelegen. Der Segelveranstalter hatte für die Teilnehmer der Segeltour am Abend im „Beaches“ Hostel und Pub ein Tisch reserviert. Die Idee war super! Viele Tourteilnehmer kamen nochmals zu einem Bier zusammen. Ein weiterer lustiger Abend ging – leider viel zu früh – zu Ende. Um 20:00 Uhr war der Nachtbus bereit. Die Fahrt war wieder einmal rumplig und dauerte eine Ewigkeit.
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28.07.2010

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Nach einem kurzen Aufenthalt in Harvey Bay war ich gegen 12:30 Uhr in Rainbow Beach angekommen (~1000km). Unvergesslich bleibt die nette Geste des Busfahrers: Er wollte uns mit einem Film unterhalten – leider traf er die falsche Wahl. „Mama Mia“, der ABBA Film mit unzähligen weiblichen Gekreisch-Einlagen wurde abgespielt, was vielen Passagieren grob auf die Nerven ging. Schliesslich waren viele noch im Halbschlaf oder gerade erst erwachen… In Rainbow Beach traf ich doch tatsächlich die erste/einzige Schweizerin auf dem ganzen Aussie-Trip. Viele Holländer, Deutsche, Franzosen, Briten, Kanadier waren es bisher… Nach rund 10 Tagen konnte ich also das Schweizer Deutsch wieder mal gebrauchen. Wie schön ist das doch. Rainbow Beach ist ein sehr kleines, eher ungewöhnliches Dorf. Der Dorfkern ist ein ungefähr 500m langer Strassenzug, welcher beidseitig mit den wichtigsten Läden umsäumt war: Ein kleiner Supermarkt, Imbissstände, ein Surfshop, eine Tankstelle, eine Bäckerei, eine Metzgerei sowie eine Tankstelle. Die restlichen Ramschläden sollen unerwähnt bleiben. Und das war’s dann schon. Rainbow ist wirklich kein grosser Wurf – aber das Dorf hat trotzdem einen speziellen Charakter. Mein Hostel „Fraser’s on Rainbow“ war unmittelbar neben dem eigentlichen Dorfkern. Das machte den Gang ins Dorf und an den Strand ziemlich einfach. Für den heutigen Tag war nicht mehr allzu viel geplant: Einwenig die Umgebung erkunden, Shops abklappern, Kaffe trinken,… und am Abend ein wohlverdientes „Snake Bite“ Bier geniessen.
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29.07.2010

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Ein neuer Tag. Ein neues Abenteuer. Um 8 Uhr wurde ich beim Hostel von einem Bus der Fraser Explorer Tours abgeholt. Mit einem Offroad-Bus ging’s Richtung Fraser Island. Die Fahrt war extrem holprig, obschon das Fahrzeug für extreme Strassenverhältnisse geschaffen schien. Das Wetter machte zu diesem Zeitpunkt noch keinen guten Eindruck: Bewölkt und regnerisch. Das wirkte sich auch auf die Motivation der Gruppe aus. Keiner machte grosse Sprünge, als der Tour Guide von den wunderschönen Stränden von Fraser Island schwärmte. Fraser Island ist mit 1840km2 die weltgrösste natürliche Sandinsel. Die Insel ist nur mit geeigneten 4WD Offroad Fahrzeugen begehbar. Gefestigte Strassen gibt es keine. Man fährt ganz einfach den Strand entlang. Insgesamt nicht weniger als 75 Meilen Fahrbahn vom Süd- bis zum Nordende der Insel. Dass der feine Sand selbst bei Offroad Fahrzeugen zu Problemen führen kann, hat sich schon bald gezeigt. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten, wie man Fraser Island als Tourist besuchen kann: Entweder man bucht eine „Guided Tour“, welche von einem Tour Guide geführt wird oder man entscheidet sich für die „Self-Driven Tour“. Die letztgenannte wird zwar von einem Leitfahrzeug angeführt, die Offroad-Fahrzeuge müssen jedoch von einem der Teilnehmer selber geführt werden. Die dritte Variante wäre das Mieten eines Offroad-Fahrzeugs mit welcher die Erkundung auf eigene Faust gestartet wird. Variante 1 war jene, für welche ich mich entschieden hatte. Variante 2 birgt einige Risiken in sich und ist nicht ganz so gemütlich wie Variante 1. (Variante 1 nächtigt beispielsweise in einem Motel, wo Variante 2 in Zelten übernachtet. Variante 2 ist aber bestimmt preiswerter). Zur Tour: Der erste grosse Stopp der Tour war beim Eurong Beach Resort. Dort gab’s Cafe und Muffin zum Erwachen. Weiter ging die Fahrt quer über die sandige Insel zum legendären Lake McKenzie. Dort konnten die Hartgesottenen im eiskalten Süsswassersee baden gehen. Auf dem Werbeprospekt hatte der See besser ausgesehen als vor Ort. Aber egal. Das mag aber daran liegen, dass der See mit schlechtem Wetter nicht gut harmonierte. Nach einer rasanten Fahrt durch den holprigen Regenwald wurden wir schliesslich bei der „Central Station“, mitten auf Fraser Island ausgesetzt. Von dort durften wir rund 2km durch den Regenwald marschieren. Ganz eindrücklich war hierbei, dass sich der blaue Himmel langsam zeigte, jedoch gleichzeitig Regen durch den dichten Regenwald drang. In diesem Wald gibt es die für einen Regenwald typischen „King Fern“, ein Riesenfarn mit Blättern bis zu 5m Länge. Nach dem kurzen Bushwalk wurden wir zum Eurong Beach Resort zurück gefahren, wo wir was zwischen die Zähne kriegten. („Eat as much as you can“ – Buffet). Am Nachmittag wanderten wir über die Hammerstone Sanddüne zum Lake Wabby. Wiederum ein Freshwater Lake, in welchem man baden konnte. Die Übernachtung dieser „Guided Tour“ findet im Eurong Beach Resort statt. Die meisten Teilnehmer hatten 2er Zimmer. Eine Gruppe von Australischen Volunteers (Studenten) sorgten an diesem Abend für eine ausgelassene Party. Feiern können Sie also, die Aussies!
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30.07.2010

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Nach einem grandiosen Morgenbuffet fuhren wir mit dem Bus nördlich zum Schiffwrack „S. S. Maheno“. Das ist eine der unnötigsten Touristenattraktionen in Australien und stellt die eigentlichen Naturspektakel von Fraser Island in ein lächerliches Licht. Das Shipwreck Maheno hat keine Begründung, an dieser wunderbaren Küste vor sich hin zu rosten. Meiner Meinung nach ist das eine Umweltbelastung und keine Touristenattraktion. Man könnte von dort aus auch ein kurzer Rundflug machen. Für $70 wird man rund 15min über die Küsten von Fraser Island geflogen. Einige Teilnehmer haben von gut sichtbaren Haien entlang der Küste berichtet. Lohnenswert sei der Flug aber nicht gewesen. Viel zu kurz und wenig spektakulär. Auf der Fahrt zum Nordkap der Insel war der „Indian Head“ ein wichtiger Haltepunkt. Indian Head ist eine Aussichtsplattform. Von dieser Klippe aus konnten diverse Wale beobachtet werden. Auch andere Meerestiere wie Haie und Schildkröten konnten anhand ihrer Formen beobachtet werden. Es war schon sehr speziell, wie nahe diese Tiere an die Küsten schwimmten. Aufgrund der grossen Haifisch Population entlang von Fraser Island war Baden strikt verboten. Die Haie kämen manchmal bis ins hüfttiefe Wasser, um dort nach Fischen zu jagen. Zum Highlight des zweiten Expeditionstages gehörte auch der Besuch der „Champagne Pools“. Das sind Natur-geformte Swimming Pools an der Küste von Fraser Island. In diesen Pools war das Baden erlaubt. Speziell daran war, dass periodisch kleine und grosse Wellen in die Pools klatschten. Dabei wurde man als Poolgast jeweils von einer 2m hohen Schaumwelle überspült. Dorthin würde ich sofort wieder gehen. (Leider war es hier zu einer Verletzten gekommen. Die Cliffs sind sehr scharf und gleichzeitig glitschig. Wer also an die Cliffs gespült wird oder irgendwo ausrutscht, der kann sich böse Schnittwunden einfangen). Nach der Rückkehr bemerkt man, wie sandig man auf Fraser Island wirklich wird. Da kann man zwei bis drei mal duschen und der Sand ist immer noch überall… Unglaublich! Abends war dann Party im Dingo’s (Backpackers Hostel; gleich neben „Fraser’s on Rainbow“). Als dort Feierabend war, konnten wir im Rainbow Beach Sports Club weiter feiern. Dort war die Afterparty der „Rainbow Beach Family Fishing Classics“ im Gang. Nicht dass wir nicht auch schon einige male angestossen hätten, aber dort waren wirklich alle Partygäste komplett verladen. Horror! Mit den navigationsfähigsten Typen haben wir schliesslich zuhause nochmals angestossen. Da ich mein Zimmerschlüssel im Zimmer liegen gelassen habe, musste ich bei den Freunden von Dingo’s Asyl beantragen. So kamen wir noch zu einigen Stunden Schlaf…
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31.07.2010

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Wenn man in Australien ständig Touren plant, so kommt man kaum zum Ausschlafen. In der Regel beginnen diese nämlich schon ziemlich früh. Da heute aber erst am Nachmittag Programm geplant war, konnte ich ausschlafen. Wieder mal an den Strand von Rainbow hangen, konnte auch kein schlechter Zeitvertreib sein. Aber Achtung: Der Sonnenbrand kommt hier viel schneller als bei uns in der Schweiz. In Australien ist die UV Problematik viel grösser als anderswo auf der Welt. Es ist auch eine Tatsache, dass die meisten Fälle von Hautkrebs in Australien gezählt werden. 14:00 Uhr – Zeit für neue Action! Um das soll sich jetzt die Rainbow Beach Surf School kümmern. Auf dem Programm stand nämlich eine dreistündige Anfängerlektion im Surfen (Wellenreiten). Um den passenden Spot zu finden, mussten wir mit dem Surfmaterial erstmal einige Kilometer an der Küste von Rainbow entlang fahren. Dass ein Surflehrer fachkundig ist, davon geht man aus. Unser Surflehrer war aber auch methodisch-didaktisch begabt. Vereinfachend war vielleicht auch der Umstand, dass wir nur gerade eine 2er Gruppe waren. So blieb folglich viel Zeit, um die ersten Wellenritte zu absolvieren. Sehr speziell war in Rainbow die Struktur des Meeresbodens entlang der Küste: Da gab es viele Sandbänke. Der Surflehrer meinte, diese könnten einem im dümmsten Fall das Leben kosten! Viele Leute würden beim ins Wasser Springen zu wenig berücksichtigen, dass der Pegelstand sehr unregelmässig sei. So käme es immer wieder vor, dass ein Köpfler in einer Sandbank ende. Die Sandbänke bekam ich später noch zu spüren… es kann wirklich sehr täuschend sein.
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01.08.2010

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Nun waren auch die Tage in Rainbow Beach gezählt. Um 10:00 Uhr ging’s mit dem Greyhound Bus zurück nach Brisbane. Vom Schweizer Nationalfeiertag hatte ich nicht viel bemerkt. Ausser, dass halt der 1. August im Kalender vermerkt war. Feuerwerk darf in Australien ohnehin nicht gezündet werden. Zu hoch ist die Brandgefahr. Apropos Brände: Auf dem Weg nach Brisbane konnte ich immer wieder kleine Feuer entdecken. Das ist schon ein sehr komischer Anblick. Als würde das niemand stören. Tatsächlich ist es aber so, dass der Wald das Feuer im gewissen Masse braucht, um sich weiter zu pflanzen. Einige Samen würden scheinbar nur an den Boden gelangen, wenn der Baum abbrennt. Kann man sich kaum vorstellen. Der Greyhound Bus hält beim Brisbane Transit Centre. Das ist quasi der Knotenpunkt des Ground Transports in Brisbane. Von dort ist man in einigen Minuten im Stadtzentrum oder in ungefähr 30min am Flughafen. Ich durfte jedoch nochmals einige Tage bei meinen Verwandten in Brisbane verbleiben. (Hierbei nochmals ein grosses Dankeschön für die Gastfreundschaft). Zum Nachtessen gab’s Moreton Bay Bugs, eine Art Bay Lobster. Ein ganz schräges Meerestier, welches man beim Kopf öffnen muss, um die Innereien zu essen. Entgegen meinen Vorstellungen war das Ding aber ziemlich genüsslich.
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02.08.2010

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Am Morgen stand die grosse City Bike Tour in der Region um Victoria Point (Brisbane) auf dem Programm. Mein Tour Guide, Cousin Mario, führte mich durch die nahe gelegenen Wälder um mir endlich mal einen wildlebenden Koala zu zeigen. Leider waren an diesem Tag keine Knuddel-Koalas auf den Eucalyptus-Bäumen zu finden. In dieser Region sollte es aber gelegentlich frei lebende Koalas auf den Bäumen haben. Auf der Tour konnte ich aber viele andere interessante Tiere und Pflanzen sehen. Es ist einmal mehr erstaunlich, was die Natur in Australien alles zu bieten hat. Gegen Mittag steuerten wir mit den Velos Richtung „Coochiemudlo Island“. Das ist eine kleine Insel, welche nur auf dem Seeweg erreichbar ist. Folglich mussten wir die Velos auf die Fähre verladen. Die Insel ist sehr ruhig und scheint vom Alltagsstress befreit zu sein. Idealer Ort für ein sonntägliches Picknick. Am Nachmittag liessen wir uns von der Unterhaltungsindustrie fesseln: „Inception“ stand auf dem Programm. Ein spannender Film. Leider jedoch oft zu schnell für mein Standard Schul-Englisch. Auffallend waren die vergleichsweise niedrigen Preise für Kinoeintritte: $6 für ein Erwachsener.
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03.08.2010


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Frühmorgens ging’s dann auch schon wieder weiter mit der Reise: Mit Onkel Edi’s Bus zur Bahnstation Cleveland, von dort mit dem Zug zur Station „South Bank“. Den Vormittag verbrachte ich in Brisbane City. Das Wetter spielte wunderbar mit. Obschon es doch Winter war, konnte man bedenkenlos im T-Shirt/Shorts herumlaufen. Von der Bahnstation „South Bank“ marschierte ich schliesslich durch die ganze Stadt bis in die Roma Street. Dort befindet sich das Brisbane Transit Centre. Ein Express Zug brachte mich weiter zum Domestic Terminal des Brisbane Airports. (Obwohl „Express“ hier nicht mit schnell verglichen werden darf…) Um 13:00 Uhr hob das Virgin Blue Flugzeug ab und kam nach kurzer Flugdauer planmässig in Sydney an. Dort galt es sich erstmals zu orientieren. Der Flughafen hat natürlich einen Zuganschluss („Airport Link“). Für $15 kommt man ganz einfach mit der Metro ins Zentrum von Sydney. Die Bahnstation „Circular Quai“ liegt gerade am Hafen zwischen Harbour Bridge und Opera House. Um die kurze Zeit in Sydney bestmöglich zu nutzen entschloss ich mich, ein sehr zentrales Hostel zu buchen. Das Sydney Harbour YHA kam da gerade recht ($40/Nacht im 4er Zimmer). Das Hostel liegt quasi an der Zufahrt zur Harbour Bridge, in der friedlichen Stadtregion „The Rocks“. Dieses Quartier erinnert mehr an einen gutbürgerlichen Dorfteil als an ein Quartier inmitten einer Weltstadt. Je nach Zimmer gibt’s sogar Ausblick auf’s Opera House. Wie alle YHA’s ist auch dieses sehr sauber und kann sich locker mit Hotels messen lassen. Am späteren Abend genoss ich den Sonnenuntergang auf der riesengrossen und ebenso legendären Treppe des Sydney Opera House’. Was für ein umwerfender Anblick! Sydney hat wirklich Charakter. Da muss man ein sehr mieser Fotograf sein, um schlechte Fotos zu schiessen! Legendär ist auch der nächtliche Anblick der Sydney Harbour Bridge. Nach dem Herumtrödeln in der Hafenregion marschierte ich entlang der Hauptstrasse „George Street“, um einwenig Night Shopping zu betreiben. Leider schliessen die besten Läden schon ziemlich früh. Einige schon um 18:00 Uhr. Danach wird’s in der Winterzeit schon bald mal sehr kalt.
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04.08.2010

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Nach dem ersten Ausschlafen seit langem machte ich mich natürlich wieder in die Big City. Ein schräger Matrose konnte mir eine Schifffahrt und den Eintritt in den Zoo „Taronga“ unterjubeln. ($50). Später stellte sich heraus, dass das gar keine leide Idee war. Das Schiff verlässt den Hafen derart ideal, dass auch hier wieder wunderbare Fotos geschossen werden konnten. Opera House, Harbour Bridge und die City Skyline mit dem Sydney Tower auf einem Foto! Alleine dieser Anblick ist schon fünfzig Bucks wert! Den Taronga Zoo würde ich auf jeden Fall wieder besuchen. Der ganze Zoo ist in einen Hang hinein gebaut. Besucher werden mit Gondeln und Bussen an den Start gefahren. Von dort aus kann man die verschiedensten Tierarten betrachten. Im Speziellen die typisch Australischen Rassen. Eigentlich hätte ich ein persönliches Koala-Foto schiessen wollen. Da aber das Berühren von Koalas im Bundesstaat NSW verboten ist, fand ich die Gebühr von $20 für „ein Foto in der Nähe eines Koalas“ übertrieben. Wer also ein Foto mit sich und einem Koala will, muss dies in Queensland machen. Aber diese Langweiler schlafen sowieso die meiste Zeit ihres Lebens. Ein frustrierter Zoo-Besucher bringt’s auf den Punkt: „Boring Fuckers“ seien die Koalas. Ihre Gemütlichkeit und das Teddybär-ähnliche Aussehen machen die Koalas aber dennoch sehr liebenswert. Am Abend gibt’s dann wieder einmal Unterhaltung: „Ultimate Wave 3D“ im Sydney IMAX mit der weltgrössten Bildfläche. Der Film ist zwar für die $20 schon sehr kurz (nur gerade 40min), aber dennoch sehenswert. Die 3D Effekte geben dem Betrachter manchmal das Gefühl, gerade selber von einer Welle erfasst zu werden. Das IMAX Kino in Sydney ist nur wenige Fussminuten vom Zentrum entfernt. Das Sydney Aquarium und Sydney Wildlife World ist ebenfalls in unmittelbarer Nähe.
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05.08.2010

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3-2-1… 10:00 Uhr. Was erwartet mich wohl an diesem Tag in der Weltstadt Sydney? Egal durch welche Gassen man in Sydney läuft, man entdeckt immer wieder neue, verblüffende Dinge. Sydney ist zwar eine Grossstadt im Format von New York, hat jedoch ein vielschichtigeres Gesicht. In Sydney kann man zwischen den Wolkenkratzern immer wieder kleine und feine Restaurants und Shops entdecken, welche in vergleichbaren Grossstädten schon längst durch einen Brachenbeherrscher aufgekauft worden wäre. Insbesondere in der Region „The Rocks“ ist das auffällig: Dort treffen tatsächlich lokale Aussie-Designer auf Guzzi & co. Diese Region darf man sich keinesfalls entgehen lassen. In diesem Quartier ist man auch abends am besten bedient: Es gibt viele alte Bars und Pubs im englischen und irischen Stil. Am späteren Vormittag besuchte ich den nahe gelegenen „Royal Botanic Garden“. Die Australische Pflanzen, Bäume und Palmen sind unübersehbar und bilden einen guten Kontrast zur City Skyline. Auch als Nicht-Grünfinger interessant! Vor allem weil’s dort an jeder Ecke eine Parkbank gibt, wo man sich mal einige Stunden aufs Ohr hauen kann. Wenn man schon dort ist, sollte man sich die gute Aussicht von der Küstenabschnitt „The Domain“ nicht nehmen lassen. Alleine schon wegen dem Postkarten-Foto mit Harbour Bridge und Opera House. Die City Skyline von Sydney kommt hier auch besonders zur Geltung.
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06.08.2010
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Auschecken im Sydney Harbour YHA. Da YHA hat – wie viele andere Backpackers Hostel – Schliessfächer, in welche man das Gepäck stunden- und tageweise einschliessen kann. Einen halben Tag kostete ca. $4. Um mal wieder was für’s Optische zu tun, entschloss ich mich, bei einem Hairdresser in Sydney ein neuer Schnitt herein zu ziehen. Es ist nicht ganz einfach, mit fehlendem Coiffeur-Vokabular die geeigneten Ausdrücke für den gewünschten Schnitt zu finden. Schliesslich hat die Aktion zu einem akzeptablen Ergebnis geführt. Die Leute versuchen die Situation zu verstehen und helfen einem wo’s nur geht. Dann war’s auch schon wieder Zeit, einen Schlussstrich unter Sydney zu setzen. Und damit auch den Schlusspunkt zur ganzen Australien-Reise. Die Airport Metro brachte mich am späteren Nachmittag vom Circular Quay zurück zum International Terminal des Sydney Airports. Von dort ging’s mit Emirates weiter nach Bangkok. Ungefähre Reisezeit von Sydney nach Bangkok: 10h (7500km). Geplante Ankunft wäre um 01:00 Uhr (Lokalzeit) in Bangkok gewesen. Da es aber zwischen dem indonesischen und thailändischen Festland zu heftigen Gewittern kam, versuchten die Piloten diese Störungen grossräumig zu umfliegen. Der Umweg bedeutete eine Verspätung von rund 1h. Mit Schlafen war in der Gewitterzelle auch nichts mehr: Zu heftig waren die Turbulenzen. Der Gedanke ist einwenig erdrückend, an einem Flughafen zu stranden, und zu wissen, dass für diese Nacht keine Unterkunft vorgesehen ist. Mein Flug kam um 02:00 Uhr in BKK an. Baggage Claim, Passport und Zoll kosteten ebenfalls viel Zeit. Während den folgenden Stunden versuchte ich auf einem unbequemen Stuhl des Bangkok Airports einwenig zu schlaufen. Das klappte aber mehr schlecht als recht. (Seit diesem Tag kann ich jene Leute verstehen, welche am Flughafen herumpennen. Für manche gibt es wirklich keine bessere Lösung…)
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07.08.2010

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Um 9:00 Uhr konnte ich meinen Anschlussflug nach Trat antreten. Alle Passagiere wurden mit einem Reisebus zum Kleinflugzeug gefahren. Die Maschine, eine ATR 72 Twin-Turboprop, war schlicht zu klein, als dass eine Fluggastbrücke hätte angehängt werden können. Die Sitze waren nicht für meine langen Beine gemacht. Nach ungefähr einer Stunde Flugzeit setzte das Flugzeug auf dem Trat Airport auf. Wobei der Begriff „Airport“ eher mit einem Landefeld im Urwald verglichen werden muss. Nichts desto trotz waren die Leute bemüht, ihre Arbeit sehr professionell auszuführen. Ein Baggage Claim sucht man in Trat vergebens. Das Gepäck wird mit einem Pickup-Auto vom Flugzeug zum Passagier-Empfang gebracht. Dort haben die Passagiere auch die Möglichkeit, einen Taxi-Transfer zu ihrem Hotel zu buchen. Ein Round-Trip Ticket zum Hotel Amari Emerald Cove und zurück kostete beispielsweise 800 BTH (30 SFr). Das ist enorm viel Geld für thailändische Verhältnisse. Aber als Tourist ist man halt bereit, diesen Betrag zu bezahlen. Er beinhaltet auch gleich das Ticket für die Fähre nach Koh Chang. Es sind zwei Dinge, die mir in Thailand bis jetzt aufgefallen sind: Die Thailänder bemühen sich sehr stark, ein gutes Image und einen tollen Service zu bieten. Das gelingt ihnen sehr gut! Leider sprechen aber viele Thailänder kein oder ein sehr schlechtes Englisch. Inklusive jene, die in der Touristenbrache arbeiten. So war es oft schwierig, sich zu verständigen. Das war einwenig schade. Die Leute hätten bestimmt spannende Dinge zu berichten. Die Fahrt von Trat nach Koh Chang dauerte ungefähr 1h. Auf dem Weg erschien irgendwann ein Schild, auf welchem „Don’t feed the Monkeys“ zu lesen war. Dass das kein Witz war, zeigte sich wenige Minuten später. Im folgenden Dorf waren tatsächlich frei lebende Affen unterwegs. Beim Halt an einem Resort konnten wir beobachten, wie sich ein Affe von einem Dach herabseilte und versucht hat, etwas essbares zu finden. Ein lustiges Bild! Man bemerkt in den Dörfern auf Koh Chang, dass zum Reisezeitpunkt nicht Hauptsaison war. Vielerorts wurde die Infrastruktur aufgefrischt, Strassen wurden saniert, Hotels neu gestrichen. Trotzdem sind Leute auf der Strasse anzutreffen. Auch die Läden sind geöffnet. Als wir dann mit dem Taxi beim „Amari Emerald Cove“ Hotel ankamen fühlte sich das an wie die Ankunft im Paradies. Ein Luxusresort mitten im Nowhere. Wie schon gesagt, die Leute sind hier überfreundlich, zuvorkommend und tun ihr bestes für ein reibungsfreies Urlaubserlebnis. Aber hier bei Amari Emerald Cove war das ganze nochmals extremer. Man wird tatsächlich wie ein VIP behandelt. Das war mir komisch vorgekommen. (Es gilt hier zu erwähnen, dass das Amari Emerald Cove das Nummer 1 - Hotel auf Koh Chang ist). Es fehlt hier im Hotel wirklich an nichts. Ein wahrer 5-Sterne-Bunker zum vernünftigen Preis. Auch meine Freunde, welche sich nach einer zweiwöchigen Thailand-Tour auf Koh Chang niederliessen, waren schon eingecheckt. Nach einem kurzen Hotelrundgang und dem verdienten Sonnenbad war am Abend gemütliches Beisammensein und Thaifood angesagt. Die Hotelbar hat idealste Happy-Hour Zeiten, so dass wir uns jeweils mit „preiswertem“ Erwachsenensirup versorgen konnten. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass das Essen und die Getränke im Hotel allgemein sehr teuer sind. Man geht also besser aus dem Palast heraus ins Dorf und versorgt sich dort. Nach dem Nachtessen gingen wir zum nahe gelegenen Massage Salon. Dort wurden Massagen für ein Kleingeld angeboten. Eine einstündige Thai-Massage kostete mich schlichte 200 BTH (7 SFr).
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08.08.2010

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Bis 11:00 Uhr wird ein grandioses Morgenbuffet angeboten. An diesem Buffet kriegt man wirklich alles mögliche. Vom Standard-Breakfast im amerikanischen Stil bis zur persönlichen Omelette. So brauchten wir uns kaum jemals um ein Mittagessen zu kümmern. Um die prallen Bäuche nicht gleich der Sonne entgegen zu strecken, spazierten wir einwenig entlang der Sandküste. (Nur bei Ebbe möglich). Die Natur sorgte dort für gute Unterhaltung. Beispielsweise die kleine Krabbe, welche ein verlassenes Muschelgehäuse als Wohnung nutzte. Sehr witzig! Oder die unzähligen Krabbenlöcher im Sandboden, wo vereinzelt kleine Krabben heraus krochen. Einwenig erstaunt hat mich, dass selbst in der Nebensaison einige Ramsch-Verkäufer am Strand anzutreffen waren. Wir hätten also eine Bettdecke, ein Tuch oder Halsketten kaufen können. Ansonsten war der Strand fast menschenleer. Man spürt, dass zu dieser Zeit keine Hochsaison ist. Das Wetter ist aber nicht grundsätzlich schlecht. Es regnet halt zwischendurch manchmal sehr kräftig. Das ist schon ziemlich mühsam. Aber in der Zeit, welche ich in Thailand verbracht habe, gab’s meistens viele Sonnenstunden pro Tag, sodass man sich trotzdem einwenig an die Sonne legen konnte. Am Abend testeten wir in einem Seafood Restaurant die lokalen Meeresspezialitäten. Die Zubereitungsmethoden waren – wie schon erwähnt – eher primitiv. Aber das Essen war dennoch weltklasse. Während dem Essen wurden wir von einer Riesenheuschrecke observiert. (Oder sie von uns). Diese war so gross, dass man sie locker mit einem Vogel hätte verwechseln können. Die Arbeiter im Seafood Restaurant bemerkten, dass wir die Heuschrecke lustig (oder eher gruselig) fanden. Deshalb legten sie uns ein totes Exemplar auf unseren Esstisch. Beim zweiten Betrachten war sie dann doch nicht mehr so gruselig. (Zumindest wenn sie tot ist). Nach der Rückkehr zum Hotel gönnten wir uns natürlich wieder die obligate Massage. Man soll’s so lange geniessen, wie’s noch günstig ist. In der Schweiz werden wir uns wieder an andere Tarife gewöhnen müssen.
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09.08.2010

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Heute war Action angesagt. Wir entschlossen uns, eine Koh Chang Rundreise zu machen. Dazu mieteten wir kleine Motorräder. Die Strassen waren teilweise in haarsträubendem Zustand. Einige Stellen waren so steil, dass man mit dem Töff kaum hoch kam – oder beim Herunterfahren kaum bremsen konnte. Es ist auf jeden fall lohnenswert, einwenig abseits der touristischen Zentren zu verkehren. Dort sieht man, wie die Bevölkerung tatsächlich lebt. Interessant war beispielsweise, wie die Leute dort ihre Töffli tanken: Man kauft sich am Strassenrand eine Getränkeflasche mit Benzin (~1 Liter für 30 BTH). Die Verkaufsstände sind meistens mit „Gasoline“ beschriftet. (Oder so ähnlich; meist mit kreativen Rechtschreibfehlern). Auf den ersten Blick scheint es sich bei den Flaschen um irgendeinen selbstgebrauten Sirup oder Schnapps zu handeln. Da war aber tatsächlich Benzin drin! Man wusste auch nicht, wie viel Benzin man für den angeschriebenen Preis bekam. Halt einfach 1 Flasche. Schliesslich mussten wir unsere Töffli-Tour bei einem unpassierbaren Strassenabschnitt beenden. Auf dem Rückweg mussten wir in einem grösseren Dorfzentrum rasch halt machen, um die Läden zu konsultieren. Dort gab es einen ganzen Strassenzug mit Kleiderläden. Restlos alle Kleider waren irgendwelche Kopien von teuren Marken wie Diesel, Lacoste, Armani, Dolce & Gabbana, und vielen weiteren. Die gefälschten Kleidungsstücke waren derart perfekt, dass ich mir die Lacoste Hemden für 5 SFr nicht entgehen lassen konnte. Ein Vergleich mit dem Original zeigte verschwindend kleine Differenzen auf. Da fragt man sich schon, wieso man für das Original glatte 160 SFr bezahlen sollte… Ach ja: Auf den Märkten muss man immer versuchen, den Preis zu drücken. Die Preise sind oft nicht angeschrieben. Wenn man sich nach dem Preis erkundigt, wird immer ein viel zu hoher Preis angegeben. Man versucht am besten mal, diesen um 50% zu senken. Mit der Zeit weiss man, wo die Schmerzgrenzen der Verkäufer liegen. Und mal ehrlich: Ob ein T-Shirt nun 3 oder 4 SFr kostet ist nun aber definitiv egal.
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10.08.2010

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Einige meiner Freunde haben sich heute früh morgens in ein Schnorchel-Abenteuer gestürzt. Zu gerne wäre ich da auch dabei gewesen. Leider war es ein Ganztagesausflug, was bei mir nicht ins Programm passte. Um 15:00 Uhr war nämlich der Taxi Service zum Airport in Trat geplant. In Trat angekommen bemerkte ich, dass der Trat Airport tatsächlich ein vollwertiger Flughafen ist. Die haben da alles was ein Airport braucht. Halt eben alles ein wenig bescheidner als auf einem grossen internationalen Airport. Unter einer Bambus-Hütte (20x20m) befand sich die gesamte Checkin-Infrastruktur. Unglaublich liebevoll ausgeschmückt. Auch einen Personen- und Handgepäck-Scanner gab es. Die Deo-Spraydose, welche ich versehentlich im Handgepäck vergessen habe wurde aber nicht erkannt. Ob die Scanner nur Show waren? Wer weiss, was man da noch alles hätte mitnehmen können. Um 19:00 Uhr war ich schliesslich wieder zurück am Bangkok Airport „Suvarnabhumi“. (Ein echter Zungenbrecher, welcher sogar die Emirates Stewardess nicht richtig aussprechen konnte). In Bangkok hatte ich spontan ein Hotel gebucht (Convenient Resort für 20 SFr/Nacht). Das Hotel ist zwar laut Google Maps nur 800m vom Flughafen entfernt, zu Fuss kann man es aber nicht erreichen. Folglich musste ein Taxi her. Die Taxis in Bangkok sind sehr günstig. Obwohl alles gut organisiert scheint, sind die Fahrer sehr hinterlistig. Grundsätzlich müssen alle Fahrer von Gesetztes wegen mit einem Meter fahren. Oft werden aber den Touristen überteuerte Pauschalfahrten angeboten. Zur Rush Hour verweigern viele Taxifahrer den Transport, wenn man nach einer Meter-Fahrt fragt. Vom Airport in das Stadtzentrum von Bangkok bezahlte ich beispielsweise 560 Bath (rund 18SFr). Das ist zwar wirklich billig für eine 45min-Taxifahrt, aber für thailändische Verhältnisse eine reine Abzocke. Ein Vergleich: Dieselbe Strecke hat beim Heimfahren mit dem Meter nur gerade 320 Bath (10SFr) gekostet. Wer auf Bangkoks Strassen herumchauffiert wird, muss immer mit grossen Verkehrsstaus rechnen. Es herrscht ein immenses Chaos auf den Strassen. Und das nicht nur zur Rush Hour. In Bangkok durfte ich mit meinem zwei Reisebegleiterinnen (Susi & Cole vom Wolhuser Reiseteam) die Nightmarkets von Bangkok erkunden. Da gibt es in einigen Strassen unzählige Ramsch-Läden. Wie schon auf Koh Chang verkaufen die meisten Händler gefälschte Markenwaren zum Discountpreis. Der Preis ist auch hier immer Verhandlungssache. Auffällig war, dass einige Händler mit dem Preis um ein x-faches heruntergehen, wenn man ihnen einfach davon läuft. Manchmal muss man auch einfach so tun, als hätte man nur gerade das Geld, welches man für den Artikel ausgeben will. Oder man verhandelt den Preis für mehrere Artikel als Gesamtpaket. Irgendwann in den Morgenstunden kehrte ich für ein paar Stunden Schlaf und eine erfrischende Dusche ins Convenient Hotel zurück.
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11.08.2010

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Um 07:30 Uhr wurde ich mit einem Shuttle Service zum Airport gebracht. Eigentlich hätte ich ein Taxi nehmen wollen. Der Bus war nämlich mit einer Gebühr von 200 Bath angeschrieben. Das Taxi hätte allerhöchstens 100 Bath gekostet. Dummerweise hat der Busfahrer vergessen, den Passagieren die Kohle abzuknüpfen. Dumm gelaufen. Wer Business machen will, darf auch die Einkünfte nicht vergessen. Der zweitletzte Flug dieser Reise stand an: Bangkok nach Dubai. Etwas weniger als 5000km und eine erwartete Reisezeit von etwas mehr als 6 Stunden. Es war ein unbekümmerter Flug mit gutem Essen und vorzüglichem Service. Wie’s halt eben sein muss. Typisch Emirates kann ich da nur sagen. Da wir Richtung Westen, und somit „mit der Zeit“ geflogen sind, kam das Flugzeug gegen 13:00 Uhr in Dubai an. In Dubai wartete überraschenderweise bereits ein Agent der Arabian Adventure Tours auf mich. Mein Aufenthalt wurde von Arabian Adventures organisiert. AA ist eine Tochterfirma der Emirates Airline. Wer mit Emirates über Dubai fliegt, kann bei einem Zwischenhalt von günstigen Stop-Over-Konditionen profitieren. Mein Hotel in Dubai (City Seasons****) hatte beispielsweise gerade mal 100 SFr pro Nacht gekostet. Laut Preisangaben im Hotel würde man für dasselbe Zimmer rund 1800 AED (~515 SFr) bezahlen. Ein Schnäppchen also. Das Hotel ist in unmittelbarer Nähe zum Flughafen zwischen Old und New Dubai. Quasi direkt neben dem Deira City Center. Die Dubai Metro Station ist gerade mal 500m entfernt. Man muss unbedingt wissen, dass man Dubai keineswegs zu Fuss erkunden kann! Nicht nur wegen den grossen Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten. Trottoirs und Fussgängerstreifen sind eine Rarität in Dubai. Es gibt sie, aber sehr selten. Dafür führt eine sechsspurige Autobahn an jedes undenkliche Ende der Emirate. Am Nachmittag fuhr ich mit der Dubai Metro zur Station „Burj Khalifa“ um dort den weltgrössten Wolkenkratzer „Burj Khalifa“ und das weltgrösste Shopping Center „The Dubai Mall“ zu besichtigen. Obwohl die Dubai Mall unglaublich gross (350’000m2) ist, hat man dort eine gute Orientierung. An jeder Verzweigung gibt es Infotafeln in Arabisch und Englisch, welche über den Standort und die weiteren Richtungen informieren. Dubai Mall beherbergt über 1200 Retail Shops von allen denkbaren Marken. Neben Kinos und Themenparks befinden sich ein Aquarium und ein Eisfeld inmitten des Einkaufkomplexes. Gegen Abend knurrte mir der Magen. Es gibt in der Dubai Mall ein ultimativer Food Court. Jede grosse Fast Food Company ist dort vertreten. Leider wusste ich nicht, dass am 11. August die islamische Fastenzeit „Ramadan“ begann. Nachdem ich sehnsüchtig mit dem Zersetzen meines McDonnals Menü’s begann, wurde ich von einer Verkäuferin darauf hingewiesen, dass es Ramadan sei und ich erst nach dem Untergang der Sonne, bzw. nach dem Abendgebet (~19:00 Uhr) in der Öffentlichkeit essen und trinken dürfe. Das war mir natürlich peinlich. Doch ich war hungrig! Schliesslich hatte ich seit dem Menü im Flugzeug nichts mehr zwischen den Zähnen. Wie hilft man sich in einer solchen Situation? Richtig, man packt das Menü ein und verzieht sich an einen weniger öffentlichen Ort: Das WC. Tönt primitiv, aber wenn’s nicht anders geht, kann man das Menü auch auf dem stillen Örtchen konsumieren. Punkt 19:00 Uhr warfen sich die Leute an die Food Corner. Unglaublich! Als hätten alle auf das grosse Schlemmen gewartet. Eindrücklich ist aber trotzdem, dass viele Restaurants tagsüber geöffnet haben. Nur sitzt niemand da. Es ist ja verboten, was zu konsumieren. Um die Situation einwenig zu entschärfen kaufte ich mir Food und Gertränke für den Kühlschrank im Hotelzimmer.
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12.08.2010


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Den einzigen ganzen Tag in Dubai wollte ich mit einwenig Action verplanen. Das Angebot an geführten Touren ist in Dubai schon vorhanden. Eigentlich hätte ich die Hop-on Hop-Off Tour von der so genannten „Big Bus Company“ buchen wollen (24h-Ticket für 60 SFr). Da war aber ein Typ an der Reception des City Seasons Hotel, welcher ständig auf mich eingehackt hat und mir irgendwelche Touren verticken wollte. Der aufdringliche Stil dieses Mannes passte eigentlich überhaupt nicht zum ansonsten so gediegenen Hotel. Dachte ich mir, die Sightseeing Tour, von welcher er mir geschwärmt hat, sei bestimmt eine gute Sache. Um 10:00 Uhr wurde ich beim Hotel abgeholt. Eigentlich wäre die Tour ideal gewesen für die zur Verfügung stehende Zeit, aber der Tour Guide war schlicht ungenügend. Dubai hat duzende von Sehenswürdigkeiten und eine interessante Geschichte. Ich kam mir vor wie im falschen Film. Hab ich mir den nun eine Taxifahrt durch die Stadt gebucht oder eine City Sightseeing Tour? Der Mann berichtete wirklich nur das Wichtigste. Ständig musste ich fragen, wo wir den nun sind und welche Gebäude da um uns herum stehen. Egal… Habe auch so noch einige gute Fotos machen können. Speziell war auch der Stopp vor dem grandiosen 6-Sterne Hotel „Burj Al Arab“. Da zurzeit Ramadan war, konnten wir leider das 360° Restaurant des Juhmeira Beach Hotels nicht besuchen. Von dort hätte man eine super Sicht auf das im Stil eines Segelflügels gebauten Burj Al Arab. Ein Portier beim Burj Al Arab erklärte mir, dass nur Leute mit Hotel oder Restaurant Reservationen ins Gebäude gehen dürften. Er gab mir dann auch einen Flyer des Restaurants. Da sind einige Menüvorschlage mit Preisen drauf. Wenn man diese sieht, vergeht einem der Appetit aber ziemlich schnell. Die Preise starten bei rund 400 AED (~115 SFr). Der Tour Guide hat gesagt, es hätte mal eine Zeit gegeben, wo man für eine Tasse Kaffe oder Tee rund 200 AED hätte bezahlen müssen. Burj Al Arab bietet nur Suiten an. Eine Suite kostet ungefähr 7000 AED (2000 SFr) pro Nacht. Sie bietet jedoch Schlafgelegenheit für mehrere Personen. Mehr Action gab’s gleich im Anschluss an die City Tour. Um 15:30 Uhr wurde ich beim Hotel von einem anderen Tour Guide zur Safari Tour in der Wüste von Dubai abgeholt. Nachdem wir noch weitere Tour Teilnehmer eingesammelt hatten, wurde diese Tour langsam richtig lustig. Vor dem Hineinfahren in den „grossen Sandkasten“ musste unser Tour Guide das Offroad Auto umrüsten: Auf einem Parkplatz wurde ein Grossteil der Luft aus den Reifen gelassen. Diese Massnahme soll verhindern, dass wir im Sand stecken bleiben. Und dann ging’s auch schon los: Mit einem Affentempo heizte der Fahrer in die Sanddünen. Man bemerkte rasch, dass der Fahrer die Karre so richtig im Griff hatte. Teilweise brachte er das Fahrzeug absichtlich und kontrolliert ins Schleudern, um den feinen Sand so richtig durch die Luft zu wirbeln. Der Magen verträgt besonders das Überqueren der Spitzen von Sanddünen sehr gut… Kann mir gut vorstellen, dass Leute mit schwachem Magen auf dieser Tour die Frontscheibe verkleckern würden. Mitten in der Wüste durften wir rasch aus dem Wagen steigen und die Sanddünen von nah betrachten, Fotos schiessen oder uns ganz einfach von der Fahrt erholen. Von den anderen Tour Teilnehmern erfuhr ich viele spannende Dinge über Dubai. Hätte ich mir doch die City Tour gut sparen können. Spannend war zum Beispiel, dass man in den Emiraten für einen Liter Trinkwasser mehr bezahlt als für einen Liter Benzin. Ein Liter Benzin kostet in Dubai etwas weniger als 0.50 SFr. Also nochmals rund die Hälfte, als was die Amerikaner für Benzin bezahlen müssen. Unglaublich! Im Anschluss an das wilde Fahrerlebnis wurden wir bei einem Wüstencamp abgeladen. Dort wurden viele kulturelle Aktivitäten angeboten: Arabischer Food ausprobieren, Arabische Kleidungsstücke zum Anprobieren, Henna-Tattoos aufmalen lassen, Kamelreiten, und vieles mehr. Es war ein spannender Abend - nicht zuletzt dank den zwei philippinischen Gefährten. Gegen 21:00 Uhr wurden wir von unserem Tour Coach bei der Mall Dubai abgeladen. Eigentlich wusste keiner genau, warum wir dort ausgeladen wurden?! Eigentlich wollten wir doch weiter zum nächsten Einkaufskomplex, der „Mall of the Emirates“. Ein Taxi von der Dubai Mall zur Mall of the Emirates kostete schliesslich 45 AED. Oder besser: Hätte gekostet. Sofern der Taxi Chauffeur in der Schule aufgepasst hätte. Nach einem kurzen und verwirrten Notentauschen unter uns Passagieren und dem Fahrer hatten wir später bemerkt, dass die Fahrt nicht nur kostenlos war – wir haben sogar 70 AED mehr Rückgeld bekommen, als dass wir dem Fahrer Geld gegeben haben. Da nützte alles Nachrechnen nichts mehr. Das war jetzt halt einfach Pech für den Taxifahrer… In der Mall of the Emirates gibt’s nicht nur eine grosse Anzahl an Shops und Restaurants, es gibt dort auch eine Indoor Skipiste. Das war so speziell, dass ich mich davon gleich hinreissen liess. Ein 2h-Ticket inkl. Snowboard-Ausrüstung kostete 180 AED. (Im Preis ist eigentlich alles inklusive, ausser der Handschuhe. Diese gibt’s für 15 AED). Der Skianzug war zwar eher old-school-mässig, für einen kleinen Spass aber allemal gut genug. In der Skihalle trugen ohnehin die meisten Leute dieses monotonen Skidress. Die wichtigsten Eigenschaften von Dubai Ski: 85m Höhendifferenz, 400m Piste, einige Rails, Boxen und Kicker. Fahrtzeit mit dem Sessellift zur „Bergstation“: 6min. Fahrzeit herunter ins „Tal“: 30 Sekunden. Mitten in der Piste steht auch noch ein Apres-Ski Chalet. Es wird also echtes Ski-Feeling imitiert. Dass Skifahren auf dieser Piste nicht mit dem echten Skifahren auf echtem Schnee vergleichbar ist, bemerkt man schon nach wenigen Kurven. Der Kunstschnee hat eine völlig andere Konsistenz als der echte Schnee. Trotzdem – es war sehr amüsant, auf dieser Piste herumzukurven. Da sieht man allerlei lustige Gesellen, welche sich mit den Tücken des Skifahrens auseinandersetzen. Da wir ja schon nichts für das Taxi bezahlen mussten, haben wir das „gewonnene“ Geld gleich in Starbucks investiert. Damit war ein weiterer spannender Tag zu Ende gegangen. Mit dem Taxi ging’s schliesslich zum City Seasons Hotel zurück. Diesmal war einer am Steuer, der mit Zahlen zwischen 0 und 50 umgehen konnte. Respect!
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13.08.2010

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Eigentlich hätte ich an diesem Tag zu gerne einen Rundflug über Dubai gemacht. Aus verschiedenen Gründen kam dieser Helikopterflug dann aber doch nicht zu Stande. (Ein 15min Rundflug hätte rund 550 AED gekostet. Aus der Luft sieht man von Dubai auf jeden fall mehr als auf jeder City Sightseeing Tour. Das Geld wär’s wert gewesen). Als Alternative entschied ich mich, den Hotel Pool zu testen. Auf dem Dach des City Seasons gibt’s eine kleine Pool Anlage. Nach wenigen Stunden an der Sonne hatte ich das Gefühl, ich wär’ innerlich grilliert worden. Allzu lange hält die Sonne wirklich nicht aus: 43°C waren’s heute. Arabian Adventures hat für mich um ein Taxi Service organisiert, damit ich rechtzeitig wieder am Dubai Airport war. Dort war vom Ramadan nicht zu spüren: Die Leute verpflegten sich wie sonst wo auf der Welt. Da war ich mir einwenig veräppelt vorgekommen. Gelten die Fastenregeln des Ramadans auf dem Internationalen Airport in Dubai nicht, oder habe ich mich als Nicht-Muslim einfach zu stark in die Regeln des Ramadans gehalten? Pünktlich um 16:00 Uhr tönte schliesslich die Take-Off Ansprache des Piloten durch die Lautsprecher. Ein heimeliges Gefühl, wenn diese neben Arabisch und Englisch auch in Schweizerdeutsch vorgetragen wird. Auf dem Heimweg konnte ich in der komplett ausgebuchten Maschine das Privileg besitzen, zwei freie Sitze für mich zu benutzen. Während den 6h Flugzeit konnte ich in aller Ruhe die unzähligen Ferienfotos durchblättern und noch einmal an die Erlebnisse, welche ich mit all den lustigen Leuten erleben durfte, zurückdenken. Dank dem reibungslosen Abholservice von Peter und Urs konnten wir nach der Ankunft in Zürich noch in den Ausgang fahren, um dort den Tanzbär auf Schweizer Boden loszulassen.
Huhh… wenn das kein Abenteuer war!
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